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| 20:22 Uhr

Rosengartenlauf
Sport zwischen Rosen und Dahlien

Zum ersten Rosengartenlauf in Forst haben für die 72 Läufer Rosen und Dahlien geblüht.
Zum ersten Rosengartenlauf in Forst haben für die 72 Läufer Rosen und Dahlien geblüht. FOTO: Margit Jahn
Forst. Mehr als 70 Sportler starten zur Lauf-Premiere im Rosengarten. Kay Duschka und Ivett Bernhard gewinnen. Von Margit Jahn

Der erste Rosengartenlauf darf als Erfolg in die Forster Geschichte eingehen. Das bestätigt Parkmanager Stefan Palm: „Mit dem Angebot des Parklaufes ist der LTSV eine offene Tür bei uns eingerannt.“ Die Idee, Sport und Park zu verbinden, gefiel ihm sofort. Thoralf Haß, Vereinsvorsitzender vom Forster LTSV Forst 1990, hatte vor rund einem Jahr die Idee. Wenigstens starten oder enden sollte der Lauf dort. Stefan Palm schlug vor, die komplette Strecke durch den Rosengarten zu führen.

Zwischen drei und fünf Kilometern konnten die Sportler wählen. 72 Läufer nahmen nach der Anmeldung an der Startlinie Aufstellung. Ein Pistolenschuss, den Stefan Palm übernehmen durfte, entließ die Läufer in den herbstlichen Garten.

Kay Duschka, mit Startnummer 64 für den SV Wacker Rot-Schwarz Komptendorf unterwegs, lobte den Lauf: „Wunderbar. Die Forster Sportfreunde sind für ihr Engagement bekannt. Es war ein sehr schönes Gefühl. In der dritten Runde war nur der führende Radfahrer weg – das hat ein bisschen irritiert.“ Aber er fand den Weg. Jeannine Döhler (9) und Bruder Maurice (11) hatten Freude am Laufen. Maurice’ längste Strecke war sogar schon mal zwölf Kilometer lang. Kathrin Held-Möbius war mit Tocher Elena Maxime Möbius aus Spremberg angereist. Sie haben die kurze Strecke gewählt. „Eine schöne Runde“ war es auch für Claudia Jerosch aus Spremberg. Sie ergänzte: „Eigentlich sind wir Schwimmer und haben das Laufen als Ausdauersport entdeckt. Es war eine schöne Kulisse und mal etwas anderes, als durch die Stadt zu laufen.“ Die Spremberger könnten sich im Rosengarten auch einen Frühlingslauf durch die Frühlingsblüher vorstellen.

Frank Jatzlauk aus Kolkwitz ist bei den meisten Forster Läufen dabei und fehlte auch im Rosengarten nicht. Das erste Mal im Rosengarten überhaupt war Sascha Hecht aus Cottbus. Er läuft erst seit drei Monaten und hat sich dem Verein der Cottbuser Parkläufer angeschlossen.

Aus Luckenwalde kam Irene und Roland Kohl. Ich bin vorher noch nie gejoggt“, gestand Irene Kohl. Eigens für den Forster Lauf haben sie vor knapp drei Wochen begonnen, zu Hause die Distanz von fünf Kilometer zu trainieren. „Wir wollten gucken, ob noch was blüht“, so ihre Motivation, nach Forst zu kommen. Deshalb haben sie sich während ihres Laufes nach den Rosen und Dahlien umgeschaut und waren begeistert. „Als wir die erste Rose gesehen haben, wussten wir, dass wir es schaffen“, so Ronald Kohl, während er verschmitzt zu seiner Frau schaute. Dieter Schulz (81) vom LTSV Forst fand es „hervorragend“ im Rosengarten. „Ich habe nicht gedacht, das es so gut klappt“, so der rüstige Sportler, der erst vor 14 Jahren mit dem Laufsport begonnen hatte. Horst Linke vom Niederlausitzer Läuferbund aus Hoyerswerda war mit 86 der älteste Teilnehmer. „Die Organisation lief gut, alles war ausgeschildert, ich konnte mich orientieren“, so der Senior. Der Forster Klaus Otto (80) stimmte ihm zu.

Am Ende siegte bei den Herren Kay Duschka vor Michael Rotter (beide Wacker Komptendorf) und Sascha Hecht aus Cottbus. Bei den Damen gewann Ivett Bernhard vom SV Döbern vor Ramona Keil von von Antjes Klosterschülern und Jeannette Bayer vom LTSV Forst. Alle Läufer konnten am Ende eine Rosen-Medaille mit nach Hause nehmen. Thoralf Haß dankte dem Team von „Rosenflair“ und ist zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr eine zweite Auflage gibt.