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| 14:36 Uhr

Kommunalwahl 2019 in Forst
Investitionen in Bildung und Stadtentwicklung

 Startschuss für eine Großinvestition: Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek beim Versenken der Kartusche bei der symbolischen Grundsteinlegung für die Erneuerung der Schwimmhalle.
Startschuss für eine Großinvestition: Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek beim Versenken der Kartusche bei der symbolischen Grundsteinlegung für die Erneuerung der Schwimmhalle. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. (sh) Am 26. Mai wählen die Forster eine neue Stadtverordnetenversammlung. Die LAUSITZER RUNDSCHAU hat Parteien und Wählergruppen sowie den Einzelkandidaten Fragen zur Zukunft der Stadt Forst geschickt.

Die heutige Frage lautet: Wo muss die Stadt in den kommenden Jahren zwingend investieren?

CDU: Wenn wir die finanziellen Mittel hätten, würden wir sofort: Die Grundschule Keune renovieren, die Turnhalle Keune ausbauen (z.Z. fehlen noch 1,8 Mio Euro für die Turnhalle), die Außenanlagen der Kitas gestalten, das Feuerwehrgerätehaus Groß Bademeusel erneuern. In den nächsten Jahren müssen dringend Feuerwehrfahrzeuge ersetzt werden. In der Verwaltung wurde ein starkes Team Fördermittelanträge etabliert. Dadurch konnte der Umbau der Schwimmhalle finanziell gesichert werden. Die Schule Nordstadt wurde bereits renoviert, die Grundschule Mitte wird zur Zeit umgebaut, der Bau dauert uns aber zu lange. Beim Jugendfreizeitzentrum in der Gubener Straße erfolgt die Planung, danach beginnt der Umbau. Die Erneuerung der Kitas ist zum großen Teil erfolgt.

SPD: Um investieren zu können, benötigt die Stadt weitere Fördermittel. Die Gelder aus dem Strukturentwicklungsprogramm müssen auch in Forst ankommen. Hierzu müssen gezielte Anträge gestellt und umgesetzt werden. Wichtig sind folgende Projekte: Weitere Sanierung/Ausbau der Bausubstanz von Schulen und Kitas (z.B. Grundschule Keune), Umsetzung des Konzepts für das Stadion am Wasserturm, Entwicklung und Gestaltung der Innenstadt und des Bahnhofsumfelds (Sorauer Straße und Bahnhofstraße). Die bewilligten Investitionsmaßnahmen für das Rad- und Reitstadion, das Textilmuseum und das offene Jugendhaus sind zügig umzusetzen. Dazu gehört die Bereitstellung der städtischen Eigenmittel. Wir benötigen ein Gesamtkonzept für die Entwicklung unserer Stadt. Die Einzelmaßnahmen müssen stärker verknüpft werden.

Die Linke: Die Belebung der Innenstadt durch Bebauung und Schaffung eines Zentrums, welches auch ein Zentrum und ein Treffpunkt für die Menschen ist – Bürgerhaus. Die Stadt ist Träger der Grund- und Oberschule. Diese Schulen wollen wir erhalten und weiterentwickeln durch Einstellung von ausreichenden Finanzmitteln in den Haushalt, das gilt auch für Kitas und Horte.

FDP: Die Investitionen stehen klar unter dem Zeichen der Ausrichtung unserer Heimatstadt auf die Herausforderungen der Zukunft. Die Bildung ist hierbei ein zentrales Feld. Die angefangenen Modernisierungen von KiTas, Schulen und weiterführenden Schulen werden wir weiterhin unterstützen. Nun fordern wir mehr Investitionen in unsere zahlreichen Vereine und die Schaffung eines Bildungscampus am Stadion am Wasserturm, bei dem bestehende Bildungseinrichtungen und noch zu schaffende wie Berufsschule und Hochschule an einem zentralen Ort zusammenarbeiten sollen. Ein weiterer Punkt ist die Digitalisierung. Flächendeckendes W-LAN und Glasfaserkabel in der ganzen Stadt sind heute Mindestanforderungen an eine erfolgreiche Region. Dadurch schaffen wir einen attraktiven Lebensraum für private Haushalte und Unternehmen, welche dann weltweit vernetzt sind. Zudem kann die Stadt Forst selbst endlich als digitale und papierlose Verwaltung Vorreiter für eine CO2-neutrale und klimafreundliche Stadt werden.

Wählergruppe Bürger für die Lausitz: Es wird investiert, Textilmuseum, Rad-und Reitstadion, Stadion am Wasserturm. Hier kann man auch die üblichen Eigenanteile, die bei einer Förderung erbracht werden müssen, als Investition sehen. Weiterhin sollte der alte Stadtpark am OSZ eine Auffrischung erleben, der Sportplatz an der ehemaligen Realschule und die Grüne Mitte ist endlich fertigzustellen, um nur einige Orte zu nennen.

Bündnis 90/Die Grünen: Forst muss in attraktiven Wohnraum investieren. Wohnen muss zu einem Gefühl werden. Nur so kann man Zuzug generieren. Parallel dazu muss die Stadt sich als Wirtschaftsstandort und als Lebensmittelpunkt besser präsentieren und gute Rahmenbedingungen schaffen, um neue Unternehmen hier ansiedeln bzw. Einwohner zum Hierbleiben anzuregen. Forst braucht ein flächendeckendes Glasfasernetz sowie den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Nur so kann man Wegzug verhindern.

Wählergruppe Gemeinsam für Forst: Die großen Investitionen der nächsten Jahre stehen für die Stadt Forst bereits fest. Unsere Schwimmhalle befindet sich mitten im Bau, die Turnhalle der Grundschule Keune wird demnächst abgerissen, eine neue Halle gebaut. Außerdem wird die Baugenehmigung für das ehemalige Jugendklubhaus beantragt und die Förderanträge für die Radrennbahn und das Textilmuseum sind bewilligt. Wir sehen neben dem weiteren Ausbau des Straßennetzes und den genannten infrastrukturellen Maßnahmen im Gewerbegebiet wenig finanziellen Spielraum für größere Projekte. Selbstverständlich werden wir uns notwendigen Maßnahmen bei gewerblichen Investitionen nicht verschließen. Auch den Ausbau des Stadions am Wasserturm werden wir gern vorantreiben. Als hoffentlich zukünftiger Stadtverordneter sehe ich jedoch die wichtigste Aufgabe darin, die Verwaltung dabei zu unterstützen, die genannten Investitionen verantwortungsvoll abzuarbeiten. Denn bei allen Förderprojekten ist auch ein erheblicher Eigenanteil aufzubringen.

Einzelbewerber Helmut Fleischhauer: 1. Stadtmarketing, 2. Lebenswerte Stadt für alle Generationen.

Die Alternative für Deutschland und die Piratenpartei haben sich an der Umfrage nicht beteiligt.