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| 12:14 Uhr

Forst
Kindheit in Forst als Inspiration

Katalin Pöge (l.) und Anke Geyer von Pindactica haben den Kalender für Naturentdecker erdacht und gestaltet.
Katalin Pöge (l.) und Anke Geyer von Pindactica haben den Kalender für Naturentdecker erdacht und gestaltet. FOTO: Pindactica / zvg / LR
Forst. Grafikerin greift ihre Naturerlebnisse auf und gestaltet Kalender für Familien. Von Katrin Kunipatz

Die Grafikerin Katalin Pöge hat ihre Kindheit in Forst erlebt. Eine Zeit, an die sich die 35-Jährige gern zurückerinnert. „Meine Eltern waren viel mit uns in den Wäldern zwischen Forst und Cottbus unterwegs. Ob Spazierengehen, Angeln oder Sammeln von Pilzen, Blaubeeren oder das Erkunden der Region“, berichtet sie.

Heute lebt Katalin Pöge mit ihrer Familie, zu der drei Kinder im Alter zwischen zehn und sechs Jahren gehören, in Berlin. Es sei schwer, in der Stadt ein Bewusstsein für die Natur zu entwickeln, dabei gäbe es so viele Dinge, die man dort erleben kann, sagt sie. Mit Anke Geyer von Pindactica traf sie auf eine Gleichgesinnte. Pindactiaca ist ein Berliner Verein, der Lehrmaterial erstellt und herausgibt, mit dem Kinder selbst in der Lage sind, ihre Umgebung zu entdecken. Aber die Entdeckerhefte sind eher ein Unterrichtsmaterial.

Katalin Pöge und Anke Geyer wollten die Natur in den Alltag der Familien bringen. Gerade für Stadtbewohner sei dies wichtig, so die ehemalige Forsterin. Herausgekommen ist ein Kalender fürs kommende Jahr. Monat für Monat enthält er kleine Anregungen, was Kinder allein oder gemeinsam mit der Familie in der Natur tun können. Die Projekte orientieren sich dabei am Verlauf der Jahreszeiten. Sie sind einfach umzusetzen und laden zum Probieren ein. Dank der vielen teilweise fotorealistischen Grafiken ist der Kalender ein Hingucker und es bleibt Raum für eigene Notizen. Er öffnet auch den Blick für Neues. Neben den üblichen Feiertagen sind auch der Ramadan oder die Sommer- und Wintersonnenwende vermerkt.

Das gesamte Kalenderprojekt hat sich über mehrere Monate hingezogen. Dabei haben es die beiden Frauen genossen, freie Hand beim inhaltlichen und grafischen Gestalten zu haben. Wie die Kommunikationsdesignerin Katalin Pöge berichtet, hat sie der Forster Maler Manfred Gebhard auf den Weg zur Kunst gebracht. Zusätzlich zum Kunstleistungskurs am Gymnasium hatte sie bei ihm Malerei- und Grafikunterricht. „Er hat mir tolles Wissen, ganz viel Praxis über Grafik und Perspektivlehre vermittelt“, erinnert sich Katalin Pöge.

www.entdeckerkalender.de