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Forst
Teurer: Grünabfall und Bauschutt

Auf dem Recyclinghof in Forst werden Grünabfällen gesammelt, sortiert und nach dem Zerkleinern kompostiert. Bürger müssen ab Februar mehr pro Kubikmeter bezahlen.
Auf dem Recyclinghof in Forst werden Grünabfällen gesammelt, sortiert und nach dem Zerkleinern kompostiert. Bürger müssen ab Februar mehr pro Kubikmeter bezahlen. FOTO: Katrin Kunipatz
Forst. Kreistag beschließt höhere Gebühren für einzelne Abfallarten. Kosten steigen ab 1. Februar. Von Katrin Kunipatz

Aus diesem Grund erhöhen sich ab dem 1. Februar an allen Recyclinghöfen im Landkreis die Gebühren für die Entsorgung von Bauschutt, Grünabfällen sowie Glas, Kunststoff und Holz, die mit gefährlichen Stoffen verunreinigt sind. Susanne Neuer erläutert es am Beispiel der Garten- und Parkabfälle. Sie werden von den privaten Grundstückseigentümern und Kleingärtnern auf die Recyclinghöfe gebracht und dort sortiert und zerkleinert. Nur wenn beispielsweise Kunststoffe von den organischen Materialien getrennt sind, können die Pflanzenreste ordentlich kompostiert werden. Nach der geänderten Gebührenordnung bezahlt jeder Kleinanlieferer für einen halben Kubikmeter Grünabfälle statt bisher drei jetzt vier Euro.

Deutlich erhöht sich dagegen die Gebühr für Glas, Kunststoff oder Holz, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind. Etwas mehr als 53 Euro, und damit doppelt so viel wie bisher, zahlt man für die Entsorgung einer Tonne dieses Materials. Wer dagegen unbelastete Bauabfälle, Beton, Ziegel oder Glas in einem Container sammelt, zahlt ab Februar pro Tonne nur zwei Euro mehr als bisher. Eine Ausnahme bildet jedoch Holzabfall. Hier verdreifacht sich die Gebühr. Nach der Änderung sind 67,48 Euro pro Tonne für Holz zu entrichten.

„Unberührt davon bleiben die Gebühren für den normalen Haushaltsmüll stabil“, betont die Werkleiterin Susanne Neuer. „Pro Person und Jahr beträgt der Grundbetrag 37,24 Euro.“ Hinzu kommen noch Gebühren für die einzelnen Mülltonnenleerungen. Diese Gebühren werden jeweils für einen Zeitraum von zwei Jahren durch die Abfallwirtschaft kalkuliert und schwanken leicht. Die größte Erhöhung liege jetzt drei Jahre zurück, als es für die Beschäftigten der Abfallgesellschaft Neiße-Spree (AGNS) eine Tarifanpassung gab. Wenn im kommenden Jahr die Biotonne im Landkreis eingeführt wird, werde man sich alle Preise noch einmal anschauen und eventuell eine Anpassung vornehmen, so Neuer.

Weiterhin kostenfrei bleiben die Sammlung von Papier in der blauen Tonne sowie die Annahme von Elektronikschrott an den Recyclinghöfen. Die Abholung der kleinen und großen Haushaltsgeräte ist in Deutschland zentral geregelt. Ist ein Container voll, informiert der Eigenbetrieb darüber und bekommt eine Herstellerfirma genannt, die die Entsorgung übernimmt. Auch bei anderen Abfallarten gibt es Verträge mit Verwertern, erklärt Susanne Neuer. Nur Glasabfälle und Bauschutt dürfen nach der entsprechenden Analyse auf der Deponie in Forst eingebaut werden.