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In Sacro wird 2. Grenzrose enthüllt

Die erste Forster Grenzrose wurde im Oktober 2014 auf dem Kegeldamm enthüllt.
Die erste Forster Grenzrose wurde im Oktober 2014 auf dem Kegeldamm enthüllt. FOTO: B.M.
Forst. An der Neiße bei Sacro wird am Samstag um 15 Uhr die zweite Forster Grenzrose enthüllt. Der Heimatverein Forst-Nord, die Stadtverwaltung Forst und der Essener Künstler und Initiator der "Grenzrosen", Thomas Rother, laden alle interessierten Forster herzlich ein, mit dabei zu sein. red/B.M.

Die Grenzrose wird auf dem Neißedamm im Forster Ortsteil Sacro vor den Resten der kriegszerstörten Brücke über die Neiße mit dem Blick nach Polen stehen

(an der Radler-Rast). Reinhard Natusch, Vorsitzender des Heimatvereins Forst-Nord, freut sich besonders über die Wahl des Standortes, denn ihm liegt die Erinnerung an die Geschichte am Herzen. "Am 14. Februar 1945 standen drei sowjetische Panzer auf der Ostseite

der Neiße zwischen Jähnsdorf (Janiscowice) und der Sacroer Neißebrücke. Die Brücke wurde zerstört, die Panzer abgeschossen, Menschen starben.", schildert er und fügt an: "Vor 70 Jahren, fast auf den Tag genau, begann am 16. April 1945 die

Großoffensive der Sowjet-Armee auf Berlin. Zwei Kilometer nördlich des Standortes der Grenzrose erfolgte der Übergang über die Neiße. Der Krieg näherte sich seinem Ende. 55 Millionen Tote, ein trauriges Ergebnis."

Daran soll die Grenzrose erinnern und mahnen. Enthüllt werden wird sie im Beisein der Patin und Sympathisantin des Projektes Grenzrosen, Elke Simmonds-Kömpf, aus Elsdorf in Niedersachsen von Kameraden der Feuerwehren Sacro und Brody im Beisein von Rosenkönigin Stefanie I. Der Männergesangverein Sacro sorgt für den musikalischen Rahmen. Im Feuerwehrgerätehaus wird der Film "700 Jahre Sacro" gezeigt. Und Reinhard Natusch öffnet zur Feier des Tages zusätzlich die DDR-Ausstellung im Heimatmuseum Sacro von 14 bis 17 Uhr.