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Spree-Neiße
In Potsdam entscheidet sich Standort der Gesamtschule

Spree-Neiße. Spree-Neiße muss Investitionen im Haushalt planen. Cottbus und der OSL-Kreis fürchten um ihre Schulen. Von Katrin Kunipatz

Der Landkreis Spree-Neiße will eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe einrichten. Mit Beginn des kommenden Schuljahres sollen die ersten Schüler in der siebenten und elften Klasse an der Gesamtschule unterrichtet werden.

Unklar ist, wo die neue Schule stehen wird. Die Prüfung der verschiedenen Varianten ist abgeschlossen. Gute Voraussetzungen bietet der Standort in Kolkwitz. Das Projekt kostet rund 23 Millionen Euro. Als wirtschaftlichste Möglichkeit mit einer Investitionssumme von 20,5 Millionen Euro kristallisierte sich der Standort an der Cottbuser Makarenkostraße heraus. Die dafür nötige Kreditaufnahme in Höhe von 8,35 Millionen Euro sowie die Investitionskosten für die Übergangslösung in Höhe von 1,2 Millionen Euro hatte Finanzdezernent Carsten Billing in den Doppelhaushalt 2018 / 19 eingearbeitet.

Das sorgte im Kreisausschuss für Verärgerung. Die Abgeordneten befürchten, dass entgegen den Absprachen im Bildungsausschuss damit eine Entscheidung über den Standort vorweggenommen wird. „Unser Wunsch ist es, die Gesamtschule auf dem Territorium des Landkreises zu errichten“, betonte Andreas Chrobot (CDU).

Tatsächlich entscheidet der Kreistag erst am 13. Dezember über den Standort der Gesamtschule. Im Vorfeld gibt es am 5. Dezember ein gemeinsames Gespräch mit der Stadt Cottbus und Vertretern des Spree-Neiße-Landkreises im brandenburgischen Bildungsministerium. Bildungsdezernent Hermann Kostrewa erläuterte den Abgeordneten, dass es nicht nur in Cottbus Befürchtungen gibt, die neue Gesamtschule könnte bestehende Schulstandorte gefährden. Bedenken werden auch aus Burg und dem Oberspreewald-Lausitz-Kreis geäußert.

Der Kreisausschuss vereinbarte abschließend, die Investitionssumme für die Gesamtschule erst dann in den Haushalt einzuplanen, wenn nach dem Gespräch in Potsdam klar ist, welche Variante umgesetzt wird. Beigeordneter Olaf Lalk erläutert, dass selbst diese Summe nur eine grobe Schätzung sei.