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| 15:29 Uhr

Neuer Spielplatz für Forst
Hangrutsche und Klettermikado

Landschaftsarchitekt Hagen Engelmann stellt im Bauausschuss der Stadt Forst den Gestaltungsvorschlag für das Freizeitareal in Keune vor.
Landschaftsarchitekt Hagen Engelmann stellt im Bauausschuss der Stadt Forst den Gestaltungsvorschlag für das Freizeitareal in Keune vor. FOTO: LR / Katrin Kunipatz
Forst. Aus Freifläche am Rodelberg in Keune soll naturnaher Spielplatz mit Geländebahn werden. Von Katrin Kunipatz

In Keune gibt es einen Rodelberg. Wenn tatsächlich Schnee liegt, tummeln sich dort Kinder. Aber in der übrigen Zeit des Jahres gibt es für sie keine Möglichkeit in der Nähe der Wohnung, auf einem Spielplatz zu toben. Selbst in Mexiko, Noßdorf oder Domsdorf gibt es keine Spielplätze. Eltern hatten deshalb im Gespräch mit der Stadt versucht, die Spielplätze der Grundschule oder des Kindergartens zu öffnen, erläutert Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke im Bauausschuss. Dies ist jedoch nicht möglich und deshalb habe man sich entschieden, die freie Fläche rund um den Rodelberg mit einfachen Mitteln in ein Freizeit­areal zu verwandeln.

Das Cottbuser Planungsbüro Hagen Engelmann hat Gestaltungsvorschläge erarbeitet. Im Bauausschuss stellte der Landschaftsarchitekt die Variante vor, die bereits im Mai mit Vertretern aus Keune und dem Kinder- und Jugendbeirat besprochen wurde. Prägende Elemente des Geländes bleiben der Rodelberg und die vorhandenen Bäume. Eichen Robinien, Erlen und Kiefer wachsen auf einem Teil der Fläche und sollen vor allem im Sommer Schatten spenden. Der Rodelhügel soll als solcher bestehen blieben. Eine Hangrutsche bietet das ganze Jahr über ein Angebot. Gleiches gilt für das Baummikado hinter einer Reihe kleinerer Findlinge. Größere Kinder können hier klettern und balancieren, so Hagen Engelmann. Für die Jüngeren entsteht am Fuß des Hügels ein Sandtal mit einer Doppelwippe. Und mit dem aufgenommenen Boden könne ein weiterer Hügel auf dem Gelände modelliert werden, erläutert Hagen Engelmann.

Hauptelement des Freizeitareals ist die 340 Meter lange Rad- und Rollerbahn. In Kurven führt sie um die Bäume herum, nutzt die Höhenunterschiede aus, wird von einer Buckelpiste oder einer Schanze bereichert, erklärt der Planer. Bei der Gestaltung kommen naturbelassene Harthölzer zum Einsatz, nur die Rutsche ist aus Kunststoff. Ein Plateau­stein auf dem Rodelberg und ein Steinkreis unter den Bäumen dienen als Sitzplätze. Der hölzerne Pavillon könnte Picknickplatz oder Jugendtreff sein. Ergänzt wird der Baumbestand durch Obstgehölze. Auf den Rasenflächen sollen an trockenen Standorten angepasste Blumen ausgesät werden, so Hagen Engelmann.

Das Freizeitareal in Keune anzulegen, wird etwa 230 000 Euro kosten. Wobei die Stadt 75 Prozent davon über das Förderprogramm Leader finanzieren will, erläutert Korittke. Der Antrag wird im nächsten Monat gestellt. Der Pflegeaufwand sei aufgrund der naturnahen Gestaltung gering. Sabine Jahnke, Leiterin des Fachbereichs Bauen, schätzt sie auf 3500 Euro pro Jahr. Wer sich selbst ein Bild machen will, wie das rund 1,1 Hektar große Gelände am Rodelberg südlich der Kita „Waldhaus“ gestaltet werden soll, hat dazu im Rathaus Gelegenheit. Vom 12. November bis 14. Dezember hängt der Plan im 2. Obergeschoss aus.