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| 15:13 Uhr

Intelligente Antennentechnik
Mehr Netz für die Rosenstadt

 Der Mobilfunkmast an der Forster Umgehungsstraße wurde mit zusätzlichen Antennen bestückt. Im Bild Gerd von der Osten, Regionalleiter Technik der Region Ost bei Vodafone (l.), und Projektleiter Roland Gentsch.
Der Mobilfunkmast an der Forster Umgehungsstraße wurde mit zusätzlichen Antennen bestückt. Im Bild Gerd von der Osten, Regionalleiter Technik der Region Ost bei Vodafone (l.), und Projektleiter Roland Gentsch. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Forst ist mit Bersteland Brandenburgs Vorreiter für neue Mobilfunktechnik von Vodafone. Von Steffi Ludwig

128 winzige Antennen, speziell angeordnet auf kleinstem Raum in einem Antennenkasten, der um die 50 Kilogramm wiegt – diese besondere Technik ist vor Kurzem an den Mobilfunkmast an der Forster Umgehungsstraße angebaut worden. Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone hat die Rosenstadt gemeinsam mit der Gemeinde Bersteland als erste zwei Städte in Brandenburg auserkoren, um dort am Montag offiziell die neue Mobilfunk-Technologie Beamforming zu starten. Insgesamt wurde die intelligente Antennentechnik in rund 50 ländlichen Gebieten Deutschlands eingeführt.

Wie Gerd von der Osten, Regionalleiter Technik der Region Ost bei Vodafone, vor Ort erklärte, könnten unterwegs so nun noch mehr Nutzer gleichzeitig mit ihren Smartphones zuverlässig im schnellen Mobilfunknetz LTE surfen. „Denn die neue Technologie verfünffacht die verfügbaren LTE-Kapazitäten in Forst und Bersteland“, so Gerd von der Osten. „Zu Hause wiederum können sich nun auch solche Anwohner ans Breitband-Internet anschließen lassen, die bislang mit langsamen oder gar nicht verfügbaren DSL-Anschlüssen auf dem digitalen Standstreifen abgehängt waren.“

Dank Beamforming und dem mobilen Router Giga Cube könnten diese Haushalte nun mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde surfen. In Brandenburg habe Vodafone 1,04 Millionen Mobilfunkkunden. Da sich das Volumen des Datenverkehrs im Mobilfunk rasant erhöht habe und dies auch weiterhin zu erwarten sei, seien neue Technologien wie das Beamforming notwendig, so Gerd von der Osten.

Für die Start-Standorte waren strukturschwache Gegenden ausgesucht worden, so der Regionalleiter. Es sei eine Analyse gemacht worden, welche Gebiete besonders unterversorgt und besonders ländlich seien. Hierzu zählt der Landkreis Spree-Neiße – erst kürzlich hatte der Bund 17,5 Millionen Euro Fördergeld zugesagt, um den Breitbandausbau in Spree-Neiße weiter voranzutreiben. Eine Reihe weißer Flecken mit schlechter Versorgung gibt es hier noch.

Zudem waren bei der Standortwahl Masten ausgesucht worden, die besonders schnell auf die neue Technologie umgerüstet werden konnten. Dies sei bei dem Mast an der Forster Umgehungsstraße, auf Höhe Gutsweg, der Fall gewesen. Der Mast ist laut Gerd von der Osten im Jahr 1999 in Betrieb gegangen. 2004 sei der Mast mit dem technischen System UMTS ausgestattet worden. Seit 2016 sei auf den Mobilfunkstandard der dritten Generation LTE umgerüstet worden, seit Dezember 2018 sei LTE 2600 in Betrieb.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) lobte das Vorhaben als gutes Signal für Forst und Brandenburg. Denn die Verfügbarkeit eines ordentlichen Mobilfunknetzes gehöre inzwischen zur Daseinsvorsorge. Dazu sei das Land mit der Bundesregierung auch in ständiger Diskussion. Auch viele Firmen – und man stehe hier schließlich im Gewerbegebiet – seien abhängig von einer guten Mobilfunkversorgung, so Woidke.