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Neues System eingeführt
Forst startet Montag Hinweisportal

Das Maerker-Team: Kerstin Liebig wird die Redaktion übernehmen, vertreten von Susanne Joel, und Sven Zuber koordiniert (v.l.).
Das Maerker-Team: Kerstin Liebig wird die Redaktion übernehmen, vertreten von Susanne Joel, und Sven Zuber koordiniert (v.l.). FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Über die Online-Plattform Maerker können Bürger künftig Beschwerden an die Stadt melden. Von Steffi Ludwig

Am Montag um 12 Uhr wird auf der Forster Stadt-Internetseite das öffentliche Online-Portal Maerker gestartet. Damit ist Forst die 105. Gemeinde in Brandenburg, die diese Hinweisplattform einführt – und neben Welzow, das Ende 2017 gestartet ist, die zweite Kommune im Landkreis Spree-Neiße. Der Beginn in der Rosenstadt war ursprünglich auf Sommer 2017 terminiert gewesen, aber aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen im Eigenbetrieb Kultur, Tourismus und Marketing mehrfach verschoben worden.

Am Montag ist es nun soweit: Auf der Seite www.forst-lausitz.de wird auf der rechten äußeren Spalte das Maerker-Portal anzuklicken sein, wie Verwaltungsvorstand Sven Zuber, der die Einführung koordiniert, am Freitag mitteilte. Dort können Bürger Beschwerden und Hinweise zu Infrastrukturproblemen melden – angefangen von Problemen mit Abfall bis zu kaputten Straßenlaternen.

Kerstin Liebig vom Bürgerservice der Stadt und ihre Vertreterin Susanne Joel von der Pressestelle werden als Redaktion die Themen entgegennehmen und an die entsprechenden Stellen zur Bearbeitung weiterleiten und den jeweiligen Bearbeitungsstatus angeben. Denn das ist das Besondere am Maerker-System: Dass der Bürger anhand einer Ampel erkennen kann, ob sein Anliegen, das zudem von allen einsehbar ist, bereits bearbeitet ist. Es werde eine ID-Nummer verteilt, nach der er dann suchen könne, so Sven Zuber. Zudem erhalte er eine Antwort, wenn er eine E-Mail-Adresse angibt.

Auch Fotos können von beiden Seiten hineingestellt werden. Die Redaktion der Stadt entscheide, ob das Foto veröffentlicht werde – denn so dürften weder Personen noch Nummernschilder erkennbar sein.

Auch das unterscheidet Maerker vom bisherigen Ideen- und Beschwerdemanagement der Stadt Forst. Denn seit 1997 war es zunächst möglich, sich per Telefon, E-Mail oder persönlich im Bürgeramt zu melden. Laut Sven Zuber wurden in den ersten zehn Jahren so rund 1500 Fälle erfasst, 150 pro Jahr. 2007 sei dann ein Internetformular von der Forster Stadtverwaltung entwickelt worden, mit dem bis zum heutigen Tage 5287 Fälle erfasst wurden, 481 pro Jahr – allerdings ohne Fotos. Spitzenreiter seien Ordnungsangelegenheiten und Probleme mit der Straßenbeleuchtung gewesen.

Dieses Internet-Formular, das auf der Forster Homepage links unter „Anfragen, Ideen und Beschwerden“ zu finden ist, soll auch weiter neben Maerker laufen. Denn hier sollen laut Sven Zuber alle anderen Fragen oder Ideen gemeldet werden können, die nicht unter die vom Land festgelegten Kategorien der Infrastrukturprobleme fallen. Auch die anderen Mitteilungswege per Telefon unter 03562 989289, per Brief,  E-Mail oder persönlich seien weiter möglich.

Beim Maerker-Portal gibt es von Seiten der Stadt ein Service-Versprechen: So müsse unter anderem innerhalb von drei Arbeitstagen eine verbindliche Antwort veröffentlicht werden. Ebenfalls innerhalb von drei Tagen müsse die Anfrage weitergeleitet werden, falls die Stadt nicht zuständig ist. So gebe es laut Sven Zuber Ansprechpartner für Maerker beim Landkreis Spree-Neiße, beim Landesbetrieb Straßenwesen und bei der Deutschen Bahn. Auch der Internetwache der Polizei können Nachrichten zugestellt werden.

Beispiel für eine Test-Meldung auf der Forster Maerker-Seite, die am Montag freigeschaltet wird.
Beispiel für eine Test-Meldung auf der Forster Maerker-Seite, die am Montag freigeschaltet wird. FOTO: Stadt Forst