Ein großer Bagger fährt durch den gewaltigen Graben vor dem neuen Abschlagwehr I. An der Kante der Betonwand bringen Arbeiter der Strabag Betonteile an. Noch ist der Flusslauf trocken. Denn es sind noch einige Arbeiten zu erledigen. "In drei Wochen geben wir Wasser drauf", sagt Polier Jürgen Liepert. Der Termin sei gesetzt. Damit ist der Bau der nun zusammengefassten Teile Abschlagwehr I und Mühlgrabenwehr im Plan.

Derzeit laufen nach Angaben des Poliers die letzten Betonarbeiten. Aus Gründen des Denkmalschutzes wird noch ein Teil der Böschung direkt am Wehr mit Böschungspflaster versehen. Lediglich der Wegebau muss aus organisatorischen Gründen noch im März kommenden Jahres fertiggestellt werden.

Borstenfischpass ist bereit

Mit dem Wehr geht dann ebenfalls im Dezember der neue Borstenfischpass am Mühlgrabenwehr in Betrieb. Für den traditionsreichen Wassersport in Forst heißt das: freie Fahrt von der Neiße in den Mühlgraben.

Die Strabag hat unterdessen nach eigenen Angaben auch den Bau der Stufenanlagen zwischen Wehrinsel und Reisigwehrinsel etwa 100 Meter nördlich der neuen Wehranlage übernommen. Spundwände sind bereits als Unterspülschutz für die Treppenanlagen eingeschlagen worden. Sobald die Betonteile geliefert sind, sollen sie laut Strabag eingebaut werden. Noch in diesem Jahr ist die Fertigstellung der Treppenanlagen geplant.

Brückenbau startet

So gut wie abgeschlossen sind auch die Betonarbeiten am Abschlagwehr II. "Die Schalungen werden derzeit abgebaut", sagt Polier Robert Schneider. Über den bereits erkennbaren von Betonteilen umschlossenen Kanal werde in den kommenden Tagen noch Beton gegossen. Dann beginnt nach Angaben Schneiders der Straßenbau. Die Bordsteine der Brücke sind in den Betonelementen bereits jetzt zu erkennen. Laut Schneider bleiben die deutlich zu erkennenden Spundwände stehen und werden noch mit einem Betonholm samt Geländer versehen. "Viel Arbeit - aber alles im grünen Bereich", sagt Schneider.

Das Investitionsvolumen für die Wehranlagen beläuft sich insgesamt auf vier Millionen Euro. Das Geld kommt vom Land. Bauherr ist der Gewässerverband Spree-Neiße im Auftrag des Landes Brandenburg.