ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:58 Uhr

Forst
Wegen Umbau geschlossen

Seit Februar kann hier kein Rettungshubschrauber landen. Mitarbeiter der Forster Straßen- und Tiefbaufirma Schmidt-Dunkel pflastern den Hubschrauberlandeplatz an der Lausitz Kllinik in Forst neu.
Seit Februar kann hier kein Rettungshubschrauber landen. Mitarbeiter der Forster Straßen- und Tiefbaufirma Schmidt-Dunkel pflastern den Hubschrauberlandeplatz an der Lausitz Kllinik in Forst neu. FOTO: Katrin Kunipatz / LR
Forst . Hubschrauberlandeplatz der Lausitz Klinik wird für 50 000 Euro an EU-Vorschriften angepasst. Von Katrin Kunipatz

Der Rettungshubschrauber landete in den vergangenen Wochen mehrmals auf freien Plätzen in der Stadt Forst. Bei Unfällen oder Notsituationen seien diese Landungen notwendig, weil so Patienten schneller erreicht würden, erläutert Damaris Hunsmann, Pressesprecherin des Klinikum Ernst von Bergmann, zu dem auch die Lausitz Klinik Forst gehört.

Es ist im Moment aber nicht der einzige Grund. Denn der Hubschrauberlandeplatz am Krankenhaus Forst ist gesperrt. Vor Ort an der Robert-Koch-Straße wird die Ursache offensichtlich. Auf der zerfahrenen Rasenfläche stehen Bauwagen, Bagger und Paletten mit Baumaterial. In den Boden eingelassene Rasenkantensteine umschließen ein großes Quadrat. Hier legen fünf Mitarbeiter der Straßen- und Tiefbaufirma Schmidt-Dunkel Rasengittersteine in ein Schotterbett. Bereits Anfang Februar haben sie im Auftrag der Lausitz Klinik mit den Arbeiten begonnen.

Der starke Frost in der zweiten Februarhälfte stoppte die Bauarbeiten für einige Wochen. „Die Bauzeit verlängert sich voraussichtlich bis Anfang April“, so Hunsmann. In dieser Zeit gebe es aber keine Beeinträchtigungen bei der Notfallversorgung. „Die Hubschrauber weichen auf Parkflächen am Klinikum aus“, erklärt sie. So erreichen Notfälle weiterhin auch über den Luftweg das Krankenhaus in Forst oder werden Patienten in Spezialkliniken verlegt.

Nötig ist der Umbau, weil es seit Jahresbeginn eine neue EU-Verordnung gibt. Diese legt fest, dass der Flugbetrieb nur noch von Landeplätzen gestattet ist, die den Vorschriften des Luftverkehrsgesetzes entsprechen oder vom Luftfahrtbundesamt genehmigt wurden, legt die Pressesprecherin dar. Für die Lausitz Klinik Forst bedeutet es: „Die Landefläche muss unter Berücksichtigung veränderter An- und Abflugrouten neu vermaßt und gekennzeichnet werden“, sagt Damaris Hunsmann. Außerdem werde die geforderte Berge- und Feuerlöschausrüstung bereitgestellt. Insgesamt kostet der Umbau die Lausitz Klinik rund 50 000 Euro.

Den Landeplatz zwischen dem Krankenhaus Forst und der Rettungswache gibt es seit 1993. „Rund 20 Flugbewegungen zählen wir hier im Jahr“, sagt Hunsmann. Da der Platz unbeleuchtet ist – und auch bleiben wird – liegen Nachtlandungen im Ermessen des Piloten. In diesen Fällen werde die Landefläche – egal, ob sie sich auf einem Feld, in der Stadt oder an der Lausitz Klinik befindet – von der Feuerwehr oder dem Rettungsdienst ausgeleuchtet, so die Sprecherin. Die letzte nächtliche Verlegung eines Patienten habe Anfang März stattgefunden. Damals landete und startete der Hubschrauber auf dem Parkplatz an der Klinik.

Grundsätzlich gebe es für Krankenhäuser keine Verpflichtung einen Hubschrauberlandeplatz zu unterhalten, teilt Hunsmann mit. In der Klinikgruppe Ernst von Bergmann verfügen neben der Lausitz Klinik auch das Klinikum Potsdam und die Klinik Bad Belzig über Landeplätze für Rettungshubschrauber. In allen Fällen handelt es sich um auf Freiflächen auf dem Klinikgelände. Diese werden den Piloten üblicherweise zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang angeflogen. Ein Notarzt ist im Rettungshubschrauber immer an Bord.