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| 16:26 Uhr

Döbern
Hortanbau ist pünktlich fertig

Anna Lubig war eines der Mädchen, die den zweiten Gruppenraum einweihen durften.
Anna Lubig war eines der Mädchen, die den zweiten Gruppenraum einweihen durften. FOTO: Angela Hanschke
Döbern. Noch wird eingeräumt – zum Schuljahresbeginn sind die zwei neuen Gruppenräume bezogen. Von Angela Hanschke

Nach knapp zehnmonatiger Bauzeit haben am Freitagvormittag die Erzieher und Kinder vom bisherigen Hort in der „Villa Kunterbunt“ den Ergänzungsbau in der Kita „Regenbogen“ mit dem symbolischen Banddurchschneiden offiziell in Besitz genommen.

Noch verpacken die Neuen ihre lieb gewonnen Spielsachen und Spielgeräte in der Pestalozzistraße, dem langjährigen Domizil, und genießen während der Hitzeperiode den Pool. „Wir gehen jedoch täglich hierher in die Ringstraße 47 und räumen unsere Habseligkeiten ein“, umreißt Hortleiterin Christel Radek die gegenwärtigen Aufgaben. Pünktlich zum Schuljahresbeginn werden die beiden neuen großzügig zugeschnittenen Gruppenräume bezogen.

„Unser Regenbogen ist so bunt und schön. Ihr könnt ihn an unser neuen Kita seh’n“, hieß es in dem kleinen Programm der Hortkinder, die sich dort nach zahlreichen Besuchen bereits fast heimisch fühlen. Kita-Leiterin Ines Kupke begrüßte nicht nur die jungen künftigen Bewohner, sondern auch Behördenvertreter und Handwerker. Letzteren guckten während des Baugeschehens nicht nur die Kinder, sondern gern auch die Eltern über die Schulter. Danke sagte Kupke insbesondere auch den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs „für die unbürokratische Hilfe auf schnellem Wege“.

„Wir alle hatten eine Vision“, so Ines Kupke weiter. Davon, ein bislang wenig genutztes Freigelände mit einer kleinen Überdachung zu versehen und für alle Vorschul- und Hortkinder „gerade bei nicht so angenehmen Wetterlagen“ ideale Bedingungen zu schaffen.

Geteilt wurde ihre Vision auch von Uwe Eppinger, Baufachbereichsleiter im Amt Döbern-Land, sowie vom Döberner Bürgermeister Jörg Rakete (SPD), der wiederum den Stadtverordneten dankte, die „trotz hochnotpeinlicher Haushaltslage“ den Beschluss zugunsten des Erweiterungsbaus und der jungen Familien fällten. Sein Dank galt daher auch dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familien des Landkreises Spree-Neiße für die Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Mittel sowie auch den Mitgliedern des Döberner Seniorenbeirats, die ehrenamtlich ihre Kenntnisse und Lebenserfahrung einbringen, um die Kinder an neue Themen und neue Hobbys heranzuführen. „Mein persönlicher Wunsch ist es“, so das Döberner Stadtoberhaupt, „dass die ehemals getrennten Einrichtungen gut und harmonisch zusammenwachsen“.

Kita-Leiterin Ines Kupke und Hortleiterin Christel Radek nahmen nicht nur die guten Wünsche, sondern auch zahlreiche, sehr individuelle Präsente entgegen. Liane Nooke, die „Mutter“ des Döberner Seniorenbeirats, die seit mehr als einem Jahrzehnt die Kita-Kinder an die Themen Tier und Natur heranführt, überreichte zwei Igel aus Naturmaterialien. Evelin Bergmann, Hobbykünstlerin und Mitglied des Seniorenbeirats, übergab ein in Acryltechnik gemaltes Naturbild. Mario Weier vom Bauhauptgewerk hatte drei Bauhelme mitgebracht, um die Begeisterung fürs Handwerk zu wecken. Ballpräsente zum Toben „auf den vortrefflichen Außenflächen“ steuerte die Amtsverwaltung bei, eine Handpuppe Claudia Petrick vom Landkreis. Hochwillkommen ist sicherlich das Mitbringsel der Objektplanerin Sabine Kucher aus Jämlitz, die 50 Meter Papier samt Stiften und Bastelmaterial „für kreatives Gestalten“ überreichte.

Auf 125 Quadratmetern wurden ihre Planungen umgesetzt. Neben den beiden Gruppenräumen mit zusätzlichen Oberlichtern entstand ein Büro für die Hortmitarbeiter. Nicht nur der Sanitärtrakt, sondern alle Räume wurden barrierefrei gestaltet. Ebenso eine zweite Zuwegung für Elternparkplätze. Neu sind auch ein Objekt für die Außenspielgeräte der Hortkinder und ein Raum für die Schulranzen. „Durch die Zusammenlegung von Kita und Hort können alle Kinder die tolle Kinderküche nutzen und dort selbst Hand anlegen“, so Sabine Kucher.

Ideal sei die Zusammenlegung auch für die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat. „Diese generationsübergreifende Verzahnung sollte im ländlichen Raum noch weitere Nachahmer finden“, wünscht sich Sabine Kucher.

Den nächsten Grund zum Feiern gibt es in der Kita „Regenbogen“ im September beim siebten Kita-Geburtstag. Der steht unter dem Motto „Wer will fleißige Handwerker seh’n“.