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| 15:43 Uhr

Klingendes Fest
Hornoer feiern mit ihrem Spielmannszug

Die historischen Wehren demonstrierten ihre alte Technik.
Die historischen Wehren demonstrierten ihre alte Technik. FOTO: Thoralf Haß
Forst. Der neue Ortsteil stellt den inzwischen einzigen Spielmannszug in Forst. Treffen der Traditionsfeuerwehren setzt einen besonderen Akzent bei der Feier.

Mit einem Umzug entlang der Dorfaue begannen am Samstag  die Feierlichkeiten anlässlich des 95. Gründungsjubiläums des Spielmannszuges. In den Zug reihten sich Traditionsfeuerwehren mit ihren Handdruckspritzen ein, die im Rahmenprogramm ein Handdruckspritzentreffen veranstalteten. Zu dem kleinen Fest begrüßte der Leiter des Spielmannszuges Roland Naparty auch die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek sowie  Ortsvorsteher Bernd Siegert.

Simone Taubenek würdigte in ihren kurzen Grußworten das Engagement der Hornoer. Seit 15 Jahren bereichern die Einwohner des neu hinzugekommenen Forster Ortsteils mit ihren Aktivitäten das Stadtleben. „Ich wünsche Ihnen deshalb immer ausreichend Nachwuchskräfte und dem Fest viel Spaß.“ Sie übergab an Ortsvorsteher Bernd Siegert eine Collage des Spree-Neiße-Kreises für die Teilnahme der Hornoer an der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“. Siegert verwies in seinen Dankesworten darauf, dass ohne die Unterstützung der Stiftung Horno vieles nicht möglich wäre. So übernahm die Stiftung auch als kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit die Kosten des Jubiläumsfestes.

1923 wurde der Spielmannszug im „alten“ Horno gegründet. Wann genau und wo, das lässt sich aus der Chronik nicht mehr ermitteln. Mittlerweile ist der Spielmannszug der einzige in Forst. Etwa einen Auftritt pro Monat können die Spielleute verzeichnen. Mit 20 aktiven Mitgliedern ist der Verein gut aufgestellt. Das ältestes Mitglied ist Alfred Tabor (80), der 15 Jahre die Geschicke des Spielmannszuges leitete, ehe er die Leitung an seinen Nachfolger Roland Naparty übergab. Lena Napaty ist mit elf Jahren das jüngste Mitglied. Geübt wird jeden Mittwoch um 19.30 Uhr im Vereinszimmer im „Hornoer Krug“. Auch wenn der Bestand stabil und durch den Nachwuchs zukunftsträchtig ist, freuen sich Roland Naparty und Organisationschefin Petra Schimtz jederzeit über neue Interessenten.

Seit den Feierlichkeiten zum 85. Geburtstag des Spielmannszuges sind die Treffen der Traditionsfeuerwehren mit ihren Handdruckspritzen ins Festprogramm integriert. In diesem Jahr fanden die „Alten Kameraden“ der Feuerwehren aus Fehrow, Briesnig, Gahry, Drehnow, Peitz-Ottendorf, Tauer und Forst den Weg auf die Hornoer Festwiese gegenüber des Feuerwehrgebäudes. Hier wurde demonstriert, wie vor 100 Jahren gelöscht wurde. Dabei ging es nicht immer um Schnelligkeit und zwischendurch wurde auch mal ein Bierchen gezischt.

Mit der Handdruckspritze aus Tauer mit dem Baujahr 1897 war eine der ältesten Handdruckspritzen der Region am Start. Wesentlich jünger ist dagegen die Hornoer Spritze aus dem Jahr 1925 – sie ist  fast so alt wie der Spielmannszug.

Höhepunkt des Nachmittags war eine Wasserkette aller anwesenden Feuerwehren. Mit der musikalischen Unterstützung der „Na und“­ Blasmusik, die den Rhythmus vorgab, pumpten die Kameraden eifrig an ihren jeweiligen Handdruckspritzen das Löschwasser bis zur nächsten Station. Gefühlte zehn Minuten dauerte es, ehe auch die letzte der aufgereihten Spritzen mit Wasser versorgt war und unter dem Applaus der Zuschauer im hohen Strahl das Naß auf der Festwiese verteilte.

Vorführungen der DRK-Rettungshundestaffel sowie der Auftritt des Hornoer Männergesangsvereins Euterpe rundeten das Jubiläum ab.

Im Festzelt spielte bis in die Abendstunden die „Na und“-Liveband, der „Hornoer Krug“ sowie die Bäckerei Merschank sorgten für die kulinarische Versorgung auf der Festwiese. Die jüngsten Besucher konnten sich auf der Hüpfburg vom Kindermobil austoben.

(tfs)