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Hohes Gras bleibt für die Bienen stehen

Auf einigen Flächen an der Skurumer Straße wächst das Gras hoch. Nur ein schmaler Streifen entlang des Fußweges ist gemäht.
Auf einigen Flächen an der Skurumer Straße wächst das Gras hoch. Nur ein schmaler Streifen entlang des Fußweges ist gemäht. FOTO: kkz
Forst. Hoch wächst das Gras auf den Wiesen rechts und links der Skurumer Straße. Und auch auf den Freiflächen neben der Post sowie zwischen Markt und Mühlgraben recken sich die Halme bis in Kniehöhe. kkz

Quer über den Rasen zu laufen, fällt hier schwer. Ein RUNDSCHAU-Leser hat sich darüber am Lesertelefon gewundert. Gerade auf dem Weg zum Rosengarten wirke das ungepflegt und sei kein Aushängeschild für Forst.

Die Rasenflächen, auf denen zum Teil noch vor wenigen Jahren Wohnblöcke standen, gehören der Forster Wohnungsbaugesellschaft (FWG). Als Eigentümer ist die FWG deshalb auch für die Pflege verantwortlich. Geschäftsführer Uwe Engelmann sagt: "Wir haben das Gras ganz bewusst stehen lassen." Hintergrund sei der Naturschutz. Lange Diskussionen habe der FWG-Chef mit dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) geführt. Alles drehte sich um das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach einer glatten Fläche oder einem Biotop in der Stadt.

In diesem Jahr fiel die Entscheidung, das Gras nicht regelmäßig kurz zu schneiden, sondern vor allem für die Bienen und andere kleine Tiere stehen zu lassen. Nur entlang der Fußwege und Straße sei ein schmaler Streifen gemäht worden. "Damit wollen wir zeigen, dass wir nicht vergessen haben, die Wiese zu mähen, sondern das hohe Gras so beabsichtigt ist", erklärt Uwe Engelmann.