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| 18:02 Uhr

Polnische Gäste entdecken Blumenstadt
Hitze verhindert Besucherrekord im Forster Rosengarten

Das nasse und kühle Wetter lockte in diesem Jahr weniger Besucher zu den Rosengartenfesttagen im Juni.
Das nasse und kühle Wetter lockte in diesem Jahr weniger Besucher zu den Rosengartenfesttagen im Juni. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Immer mehr polnische Gäste entdecken den Rosengarten. Marketing soll ausgebaut werden. Von Katrin Kunipatz

Regen, Hitze oder Sonnenschein – der Erfolg einer Rosengartensaison hängt maßgeblich vom Wetter ab. In diesem Jahr habe es sich besonders bemerkbar gemacht, stellt Parkmanager Stefan Palm beim Blick auf die Besucherzahlen fest. Im Werksausschuss zog er Anfang der Woche  Bilanz. So gehen der Mai und der Juni 2018 als die besten seit 15 Jahren in die Statistik ein. Außerhalb der Rosengartenfesttage kamen 15 570 Besucher in den Ostdeutschen Rosengarten. Dafür registrierte der Eigenbetrieb im Juli und August nur 9130 Gäste und damit ein historisches Tief. „Bei Temperaturen von über 28 Grad kommt einfach niemand mehr“, zeigt Palm Verständnis.

Insgesamt ist der Parkmanager jedoch zufrieden mit der Saison 2018. Das Marketing, bei dem der Eigenbetrieb Kultur, Tourismus, Marketing Rosenstadt Forst ganz bewusst den Zeitraum vor den Rosengartenfesttagen und die Veranstaltung selbst in den Blick genommen hatte, habe Wirkung gezeigt. Gleiches treffe auf die Werbung im Nachbarland zu. „Wir haben eine gute Botschafterin in Polen, waren auf Messen und haben Anzeigen geschaltet“, sagt Palm. Und tatsächlich hat sich die Zahl der polnischen Gäste gegenüber dem Vorjahr noch einmal erhöht. Rund 17 Prozent aller Besucher kamen aus Polen. Darunter waren auch viele Reisegruppen. Beliebte Termine waren polnische Feiertage und der polnische Muttertag. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, so der Parkmanager. Im kommenden Jahr soll es wieder einen polnischen Flyer zu den Rosengartenfesttagen geben. Auch der am Montag vorgestellte Blindenführer liegt in polnischer und deutscher Sprache vor.

Die Rosengartenfesttage blieben 2018 deutlich hinter dem Besucherrekord von 15 500 Gästen des vergangenen Jahres. Insgesamt wurden 10 900 Gäste gezählt. Grund dafür dürfte das kühle und in Teilen verregnete Wochenende gewesen sein. Stargast Jürgen Drews lockte am Sonntagnachmittag aber immerhin noch 3300 Besucher an. Großen Zuspruch erlebte der erste Kindertag im Rosengarten. „Über 300 Kinder kamen auf die Wehrinsel“, sagt Palm. Vor allem die Horte nutzten die Angebote, für die der Eigenbetrieb die Feuerwehr, das Netzwerk Gesunde Kinder und das Mehrgenerationenhaus gewinnen konnte. Bewährt haben sich auch die Rosengartensonntage mit einer Führung am Vormittag und einem künstlerischen Aspekt am Nachmittag.

Besuchermagnet waren im August die Schlagernacht und ein Open Air mit Elektromusik auf der Wehrinsel. „Der Veranstalter hat signalisiert, dieses Format 2019 weiterführen zu wollen“, sagt Palm im Ausschuss. Auch bei der Übergabe des Platzes habe es keine Probleme gegeben. Der Veranstalter habe alles beräumt. Der Rasen sei vom Betriebsamt anschließend vertikutiert worden und habe keinen Schaden genommen.

Bei der Schlagernacht im Ostdeutschen Rosengarten Forst begeisterte unter anderem Sängerin Vanessa Mai die rund 3000 Zuschauer.
Bei der Schlagernacht im Ostdeutschen Rosengarten Forst begeisterte unter anderem Sängerin Vanessa Mai die rund 3000 Zuschauer. FOTO: Michael Leske

Noch drei Termine stehen für den Rosengarten in diesem Jahr an. Am Sonntag, 30. September, findet der letzte Rosengartensonntag unter der Überschrift „Kochen im Rosenblütenduft“ statt. Sportlich wird es beim ersten Rosengartenlauf am Mittwoch, 3. Oktober. Lehrreich geht die Saison mit dem Rosenseminar zum Winterfestmachen am Samstag, 10. November, zu Ende.