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| 17:07 Uhr

Kein Hitzefrei für die Musik
Ein Sommerkonzert, welches dem Namen alle Ehre machte

 Die Schüler gestalteten das Sommerkonzert des Gymnasiums in Forst. 
Die Schüler gestalteten das Sommerkonzert des Gymnasiums in Forst.  FOTO: Margit Jahn
Forst. Die Schüler des Gymnasiums in Forst begeisterten ihre Zuhörer mit einem abwechslungsreichen Programm – auch unter erschwerten Bedingungen.

„Verehrte Gäste“, begrüßte Schulleiter Thomas Röger am Dienstagabend die Gäste zum Sommerkonzert.  „Ich danke Ihnen für Ihr Kommen, dass Sie sich nicht hitzefrei genommen haben“, schob Röger als Anspielung auf die 30 Grad Celsius Außentemperatur an. Die Besucher in der mehr als warmen Aula verstanden die Anspielung nur allzu gut.

Traditionell laden zum Schuljahresende die Gymnasiasten zu Musik, Tanz und Unterhaltung ein. Ina Schlee von der Musikschule Fröhlich, am Abend als Gast im Saal, drückte ihren Schützlingen der Akkordeongruppe die Daumen. Acht Schüler hatte sie am Akkordeon und Cajon betreut. Hagen Hoppe, Bärbel Börner und Carla Hentschel sind die drei Musiklehrer, die für das Abendprogramm verantwortlich waren. Seit vielen Jahren sind die drei eine eingeschworene Gemeinschaft, wenn es um hochwertige Schul-Konzerte geht. „Ich freue mich auf den letzten Titel „Mama Loo“, sagte Hoppe voller Erwartung. „Dieser ist völlig neu im Repertoire.“

Aber auch die vier Neuntklässlerinnen führen mit ihrer Anmoderation das erste Mal durch das Programm. Dass die Instrumentalklasse dabei ist, ist auch ein Novum. „Schön ist, dass die Zwölfer noch mitmachen, sie haben ihr Abi schon in der Tasche“, freut sich Musiklehrerin Bärbel Börner über die Unterstützung ihrer Schützlinge.

Mit „Ode an die Freude“ machte die Instrumentalklasse unter Leitung von Stefanie Rösler und Birgit Schreiter von der Musikschule den Auftakt. Mit „Sing and Swing“, „Neue Brücken“ und „Yes we can“ hatte  der stimmgewaltige Chor seinen Auftritt. Hagen Hoppe verstärkt mit seinem Gesang die Männerstimmen, Bärbel Börner dirigiert den großen Chor aus der ersten Zuschauerreihe heraus, Carla Hentschel spielt die Begleitung am Flügel. Die  Klasse 11 ist mit Carlo Pniok, Laura Prüfer und Paul Primel, der das Klavier zu „All i want“ spielt, vertreten.

Frizzi Böhlig (Klavier) und Lisa Thieme (Gesang) aus der 12. Klasse tragen „Sweet Dreams“ von den Eurythmics vor und erhalten – auch  wie alle anderen – großen Applaus. „Fly“ von Ludovico Einaudi spielt Leah Frindt aus der 12. Klasse als Nächste am Flügel. Die 9. Klasse wird von Lea Roeke, Julia Apelt, Amely Pal, und Mateusz Makiola mit dem Lied „Life of the Party“ vertreten, bevor es in die Pause geht und Erfrischungsgetränke und kleine Snacks angeboten werden.

Gut gelaunt nach der ersten Halbzeit ist Kerstin Stier auf dem Weg, neue Getränke zu besorgen. „Wir sind von den Konzerten immer wieder begeistert und als Hort-Team der Grundschule Mitte da. Wir besuchen regelmäßig die Winter- und Sommerkonzerte, weil man da ja mal seine Kinder wieder sieht“, sagt die begeisterte Küchenfee. „Hier sehen wir sie auch mal mit anderen Augen.“ Horterzieherin Birgit Hähnel war vom Titel „All i want“ angetan. Auch Angelika Brix, seit einiger Zeit in verdienter Rente, war sichtlich stolz auf Victoria und Paula, die zwei ihrer Schützlinge waren und in der Instrumentalklasse spielten.

Nach der Pause hatten die folgenden Musiker es nicht leicht, gegen den Hitzestau in der schwülen Aula anzukämpfen. Mit dem Medley „Downtown“ und „All I have to do“ trat der Grundkurs Musik als Erstes auf die Bühne. Leonie Petschke aus der 12. Klasse bot ein Tanzmedley und Annika Walter, als Ehemalige dabei, sang sich folgend mit zarten Tönen zu „After you“ in die Herzen der Zuhörer und erntete auch hier begeisterten Applaus. Dann hatten die Akkordeon-Schützlinge von Ina Schlee mit „Tage wie diese“ ihren Auftritt, welchen sie souverän meisterten und ein Daumen hoch ihrer Lehrerin anschließend bekamen. „Wir haben gelebt“ rezitierten die beiden Schülerinnen der 11. Klasse Annelie Otto und Alexa Krüger. Lusie Erbsch und Jenny Tran aus der 9. Klasse sangen „Let it go“, bevor Frizzi Böhlig am Klavier mit „Radioactive“ folgte. Zum Schluss gab der große Chor einen stimmungsvollen Abschluss mit „Mama Loo“, der an diesem heißen Abend noch einmal die Zuhörer zum Mitklatschen animierte.