Eine alte Ansichtskarte mit der Abbildung des Kriegerdenkmals an der Friedenseiche gab für Kurt Noack den Anstoß. Der Groß Kölziger möchte etwas für die Gedenkkultur in seinem Ort tun – und dafür den auf der Postkarte abgebildeten Gedenkstein bergen, der seit 1945 verschwunden ist.

Denkmal für die Gefallenen wurde versenkt

Dabei handelt es sich um das Denkmal für die Gefallenen der Kriege der Jahre 1864 bis 1866 und 1870/71. Noack kennt aus seinen Nachforschungen sogar vier Namen, die dort verewigt wurden. Das Denkmal, das auf dem Dorfplatz stand, sei schließlich von der damaligen Dorfobrigkeit in eine Grube versenkt worden. Genau an dieser Stelle, zwischen der Alten Schule und der Friedenseiche, wurden auch die bei den Kämpfen in den Apriltagen im Dorf gefallenen Rotarmisten beerdigt. Diese seien dann im Juli 1945 exhumiert und auf den Friedhof Döbern umgebettet worden.

Der alte Gedenkstein allerdings blieb vergraben. Das Denkmal für die Kölziger Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurde von seinem ursprünglichen Platz an der Ecke Döberner Straße/Conradgrubenweg entfernt und auf den Friedhof gesetzt.

„Ich denke, dass der Gedenkstein ohne große Probleme gefunden und an seine alte Stelle an der Eiche gesetzt werden kann“, sagt Noack.

Preschen hat vergrabenes Denkmal wieder aufgestellt

Der Groß Kölziger nennt die Initiative im nahegelegenen Preschen als positives Beispiel. Dort war erst vor Kurzem ein ebenfalls über Jahre vergrabenes Denkmal geborgen und an einer repräsentativen Stelle im Ort wieder aufgestellt worden. Der Preschener Wilfried Kaltschmidt hatte sich dafür eingesetzt und Spenden gesammelt.

Mit kleiner Technik sei auch die Bergung des Groß Kölziger Denkmals möglich, betont Kurt Noack.