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| 15:09 Uhr

Zu viel Abriss in Forst?
Hauptausschuss lehnt Stadtumbaukonzept ab

Forst. Der Forster Hauptausschuss hat die Anpassung der Stadtumbaustrategie abgelehnt. Drei Ja-Stimmen standen vier Nein-Stimmen und eine Enthaltung gegenüber. Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) bot an, sich mit den Fraktionsvorsitzenden vor der Stadtverordnetenversammlung noch einmal zu beraten. Von Steffi Ludwig

Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke verwies darauf, dass die Strategie von den Stadtverordneten im Juni 2018 beschlossen worden war und es sich hier nur um Anpassungen handele. Vor allem Thomas Jaehn (Forster Freunde der Demokratie) kritisierte das Papier. Besonders der geplante Abriss des Blockes Max-Fritz-Hammer-Straße 10 genau gegenüber der Grundschule Mitte gefalle ihm nicht. Es werde viel zu viel abgerissen. Heike Korittke betonte, dass die Stadt in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro im Rahmen des Stadtumbauprogramms erhalten und damit unter anderem die Blumenstraße oder die Grundschule Mitte saniert habe. Es werde nicht nur abgerissen – so werde mit den 1,6 Millionen Euro aus einem Nebenprogramm der Sozialen Stadt das ehemalige Jugendklubhaus umgebaut und saniert. Dafür gebe es aber auch Auflagen, Rückbau sei bei 30 Prozent Leerstand in Forst vorgeschrieben. Auch Ingo Paeschke (Linke) wies noch einmal auf die gescheiterte Bebauung des Zentrums von Forst hin – stattdessen gebe es weiteren Abriss wie in der Mühlenstraße. Seine Fraktion verstehe die Probleme, werde jedoch nicht zustimmen.