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Handball-Legende Manfred Hübner gestorben

Die Handball-Legende Manfred Hübner.
Die Handball-Legende Manfred Hübner. FOTO: gkd1
Forst. Seit seinem Eintritt in die SG Forst Ost im Jahre 1947 hatte sich Manfred Hübner dem Handball verschrieben. Als aktiver Spieler, Schiedsrichter, Trainer oder Zeitnehmer von spielen, bleibt er heutigen Sportlern ein Vorbild. Am 6. Mai, einen Tag nach seinem 79. Geburtstag, starb Manfred Hübner nach schwerer Krankheit. Gerd Kundisch / gkd1

Als Manfred Hübner im Jahr 1956 sein erstes Großfeldhandballspiel der Frauenmannschaften von Groß Jamno und Traktor Neu Sacro leitete, ahnte er sicher noch nichts von seiner späteren großen Karriere, die ihn bis auf das internationale Handballparkett führen sollte. Dabei kamen ihm seine Erfahrungen als aktiver Handballer zugute.

1947, der damaligen SG Forst Ost beigetreten, spielte er bis 1959 bei der BSG Fortschritt Forst Süd in der Läufer-, Verteidiger- und Torwartposition. Danach begann für Manfred Hübner eine erfolgreiche Zeit als Schiedsrichter. So leitete er von 1961 bis 1966 viele Spiele der Feldhandball-Oberliga, in der Halle kam er in den Jahren von 1959 bis 1982 als Oberligaschiedsrichter zum Einsatz. Seine guten Leistungen führten dazu, dass er vom DDR-Handballverband die Delegierung für die Internationale Handball Föderation (IHF) erhielt und somit zwischen 1971/82 als IHF-Schiedsrichter tätig wurde. Insgesamt stehen 89 Länderspiele der Männer, Frauen, männliche und weibliche Junioren in seiner sorgfältig geführten Statistik. Hinzu kommen acht Europapokalspiele der Frauen und Männer sowie der Einsatz bei den Weltmeisterschaften der Männer 1974 in der DDR, die Olympiaqualifikation UdSSR - Österreich 1975 und die Weltmeisterschaft der Frauen 1977. Beeindruckend war auch seine Bilanz auf nationaler Ebene. Manfred Hübner brachte es insgesamt auf über 1650 Spielleitungen in Einzelspielen und bei Turnieren.

Nach 1989 war er es, der die Verbindungen zur Handballmannschaft von TuS Bramsche (NRW) knüpfte. Ehrenhalber pfiff er noch einmal ein Spiel zwischen TuS Bramsche und der sowjetischen Nationalmannschaft an.

Auch nach seinem 70. Geburtstag im Mai 2004 blieb er dem Handballsport eng verbunden und stellte sich als Zeitnehmer bei Punktspielen zur Verfügung. Andererseits ließ er es sich nicht nehmen, mit seiner Seniorenmannschaft zu trainieren. Manfred Hübner bleibt den Sportlern des TV 1861 Forst ein Vorbild. Die Trauerfeier für den legendären Handballer findet am heutigen Donnerstag statt.