Verhaltensempfehlungen zur Kriminalitätsvorbeugung, kostenlose Beratung zur präventiven Anwendung von Sicherheitstechnik, Empfehlungen zum Verhalten im Straßenverkehr, Vorschulerziehung mit der Polizei-Puppenbühne, Radfahrprüfungen für Schulkinder, Sucht-, Drogen- und Gewaltprävention, Opferschutz sowie Beratung zur Berufsausbildung der Polizei des Landes Brandenburg – das bietet die Beratungsstelle, sagte Dieter Wilke. Die Fahrradcodierungen, so sagte er auf Nachfrage, würden auch in Polen überprüft.

Der Forster Polizeiwachenleiter Klaus Krüger gab einen Überblick über die Entwicklung der Straftaten in den Jahren 2008 und 2009. Bei den meisten Delikten seien kein drastischer Anstieg beziehungsweise ein Rückgang zu verzeichnen, doch in den Bereichen Forst und Amt Döbern-Land habe es einen Zuwachs bei schweren Diebstählen gegeben. Dazu zählen Fahrzeugdiebstähle, die Entwendung von Fahrrädern, aber auch Einbrüche in Böden/Keller sowie Lauben und Bungalows. Aufgrund dessen hatten im Herbst vorigen Jahres der Bezirksverband und Vertreter der Forster Polizeiwache eine Ordnungspartnerschaft vereinbart. Eine Übertragung der Schlüsselgewalt an die Polizei und gemeinsame Kontrollgänge mit Kleingärtnern haben derzeit für ein Ende bei größeren Einbruchsserien in Gartensparten gesorgt.

Trotzdem gab es am Samstag besonderes Interesse für Hinweise zur Sicherung von Gartenlauben und Bungalows. „Wir bieten eine Vor-Ort-Beratung in Anlagen an, „um mit den Augen des Einbrechers“ Schwachstellen aufzudecken, sagte Dieter Wilke. Mehrere Interessenten sollten dabei jedoch gleichzeitig einen gemeinsamen Termin mit der Beratungsstelle in Cottbus vereinbaren. Trotzdem: „Aus einer einfachen Laube lässt sich keine Festung machen“, betonte Wilke, riet aber zum Einbau guter Schlösser, insbesondere bei massiv gebauten Bungalows. Offene Gardinen und guter Blick ins Innere könnten Langfingern jedoch signalisieren: „Hier ist nichts zu holen!“ „Sie entscheiden mit, wie ,interessant' ihr Grundstück wirkt“, appellierte Wilke an die Vertreter der 45 Gartenvereine aus Forst, Gosda I, Döbern, Groß Kölzig, Eichwege und Groß Schacksdorf, die dem Bezirksverband angehören.

In Kleingärten gelte dasselbe wie bei einer guten Nachbarschaft in Wohnanlagen: Schauen Sie beim Betreten auch auf Nachbargrundstücke, achten Sie auf fremde Personen, prägen Sie sich deren Aussehen ein und sprechen Sie Fremde in Anlagen an“, riet Wilke. „Scheuen Sie sich nicht, ihre Beobachtungen dem Revierpolizisten mitzuteilen. Für ihn sind solche Hinweise oft ein fehlendes Puzzleteil“, betonte Klaus Krüger.