Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Stadt Forst wieder gemeinsam mit acht Forster Gewerbetreibenden mit dem Gemeinschaftsstand „Forster Handwerkerstraße“ an der Handwerker-Messe in Cottbus, die am 25. und 26. Januar ausgetragen wird. Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) wird am Samstag am offiziellen Messe-Rundgang teilnehmen, teilt die Stadtverwaltung mit. Am Sonntag ist dann die Forster Rosenkönigin Laura I. vor Ort in den Messehallen und wird die Besucher der Forster Handwerkerstraße mit einem Blumengruß aus der Rosenstadt willkommen heißen. Bereits seit fünf Jahren organisiert und koordiniert die Stadt diesen Gemeinschaftsstand.

Nichts von der Stange

Doch was versprechen sich die Forster Unternehmen von dem Auftritt? „Wir wollen natürlich vor allem abklopfen, was sich der Kunde so wünscht“, sagt Klaus Onnecken, der in Forst einen Raumausstatter-Meisterbetrieb führt. Als kleines Unternehmen bediene man eine Nische, die die großen Möbelhäuser nicht abdecken könnten. „Wir bieten das an, was von der Stange nicht lieferbar ist“, betont der Firmenchef. Außerdem sei die Messe eine gute Gelegenheit, um sich auch als potentieller Arbeitgeber dem Nachwuchs zu präsentieren. Das sei inzwischen sehr wichtig geworden, betont Onnecken.

Eine Aussage, die Thomas Kochan, Chef der gleichnamigen Forster Tischlerei, nicht nur unterzeichnen, sondern sogar mit einem konkreten Beispiel untermauern kann. „Denn unser Lehrling, den wir derzeit ausbilden, hat uns über die Messe kennengelernt“, berichtet der Unternehmer. Als Zehnjähriger sei der aktuelle Azubi damals zum ersten Mal mit dem Tischlereibetrieb in Kontakt gekommen. Danach habe er praktisch in jedem Jahr dem Messestand einen Besuch abgestattet. Inzwischen ist er im zweiten Lehrjahr – und Thomas Kochan voll des Lobes über den talentierten jungen Mann. „Natürlich wollen wir ihn nach der Ausbildung gern bei uns behalten“, erklärt er.

Selbst ausprobieren als Tischler

Auf der Messe in Cottbus will der Forster Tischlereibetrieb nicht nur liebevoll aufbereitete Möbelstücke zeigen, sondern auch die Messebesucher animieren, sich als Tischler auszuprobieren. „Wir werden eine Hobelbank vor Ort haben“, kündigt Thomas Kochan an – verbunden mit der Hoffnung, auf diese Art vielleicht den nächsten Glücksgriff zu landen.