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Guhrows Not-Elf wehrt sich tapfer

Volltreffer: Alexander Seider von der Krieschow-Reserve hat Guhrows Tobias Schwarzer (l.) überlaufen, überwindet auch Torhüter Sebastian Scheppan und trifft zum 2:0.
Volltreffer: Alexander Seider von der Krieschow-Reserve hat Guhrows Tobias Schwarzer (l.) überlaufen, überwindet auch Torhüter Sebastian Scheppan und trifft zum 2:0. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Wie schon im Hinspiel, das die Krieschower Reserve in Guhrow knapp mit 1:0 für sich entschied, hatte auch beim Rückspiel die zweite Mannschaft des Landesligisten die Nase vorn. Nun sogar beim 4:1 sehr deutlich, sich dabei allerdings den Umstand zunutze machend, dass die Gäste wesentliche Positionen mit Spielern ihrer zweiten Reihe bestücken mussten. Georg Zielonkowski / ski1

Personalien: VfB-Trainer Sven Brettscheider war sichtlich erfreut, mit Mathias Hahm einen zuvor zehn Wochen lang an einer Knöchelverletzung laborierenden Akteur wieder dabei zu haben. Allein deshalb, weil ihm Gino Fraedrich nicht zur Verfügung stand, der tags zuvor in Krieschows erster Mannschaft agierte. Weit schlimmer dennoch die Lage bei den Gästen, von denen sich gleich vier tragende Kräfte abgemeldet hatten, die sich am Sonntagnachmittag mit der Bundesliga-Partie Hannover gegen Bremen den ganz großen Sport gönnten. Darunter waren auch die sonstigen Säulen des Guhrower Spiels Abwehrchef Philip Schlodder und Torhüter Christian Bürrgam zu finden.

Spielverlauf: Unter den genannten Umständen hielten die Gäste während der ersten 20 Minuten die Partie durchaus offen, da immer wieder versucht wurde, den freien Nebenmann zu finden, und nicht allzu viel solistische Einlagen gezeigt wurden. Wohl war die VfB-Elf ein Stück robuster, aber im Angriff fehlte ein Stück Konsequenz, vielleicht auch ein wenig das Glück.

In der 25. Minute lag dennoch die Führung in der Luft, als Oliver Born allein vor Gäste-Keeper Sebastian Scheppan auftauchte, das Leder aber auf das rechte Tordreieck legte. Zwei Minuten danach war es der gleiche Spieler, der mit seinem 15. Saisontor die Hausherren auf Kurs brachte. Zumal sich zwei weitere Born-Möglichkeiten anschlossen, bevor nur zwei Minuten vor dem Pausenpfiff Oliver Born erneut seinen Abwehrspieler überlief, nun aber klug auf Alexander Seider spielte, der seinen Gegenspieler stehen ließ und mühelos das 2:0 markieren konnte.

Da Krieschow im Verlauf der ersten Hälfte immer besser und sicherer in seinen Aktionen wurde, ging die 2:0-Pausenführung völlig in Ordnung. Zumal ja zuvor noch zwei, drei hervorragenden Möglichkeiten vergeben wurden.

Nach dem Wiederbeginn blieb die Situation die gleiche. Von gelegentlichen Kontern abgesehen, bedrängten die Platzbesitzer immer wieder die Gäste-Abwehr, in der Ersatz-Torhüter Sebastian Scheppen nun über sich hinaus wuchs. Machtlos war er allerdings beim 3:0, das Willi Lowitz nach 61 Minuten erzielte, genau wie vier Minuten danach, als der Kreisklassen-Torschützenkönig des Vorjahres Oliver Born zum 4:0 einschoss.

Danach ließ es der spätere Sieger ein wenig lockerer angehen. Was wohl auch der noch ungewohnten Temperatur von knapp 20 Grad geschuldet war. Unbeeindruckt aber präsentierte sich Guhrow im Duell der Kreisliga-Neulinge. Sodass nach einem Solo Tom Höhne das halbwegs unerwartete 1:4 gelang (81.) und zwei weitere ;Möglichkeiten von Josuah Pohl (88.) und Tom Höhne (90.) durchaus Hoffnung auf weitere Treffer im SVG-Lager schürten. Was aber zu viel des Guten gewesen wäre, denn der Sieger zeigte sich doch im gesamten Bild dieser Partie des Dritten gegen den Siebten grundsätzlich einen Tick besser und gewann verdient die drei Zähler.

Spieler des Spiels: Wenngleich am eifrigen Doppeltorschützen Born zunächst kein Weg vorbei geht, so darf auch die Leistung des Lars Zimmermann nicht unerwähnt bleiben, der konsequent die rechte Außenbahn ablief und mit vielen guten Eingaben glänzte. Der Vertreter auf der Guhrower Torwart-Position bekommt auch ein Bienchen, vereitelte doch Sebastian Scheppan einige gute VfB-Chancen ein höhere Niederlage.

Trainerstimmen: Sven Brettscheider (Krieschow): Zur Pause hätten wir schon klar vorn liegen müssen, da war das 2:0 viel zu wenig. Später waren aber die weiteren Tore das Spiegelbild der Partie, die uns überlegen agieren sah.

Marcel Pehla (Guhrow): Wir haben hier eine verdiente Niederlage kassiert, weil wir unsere Stammspieler nicht annähernd gleichwertig ersetzen konnten. Aber das 1:4 wirft uns nicht um, zumal wir ja mit dem Ehrentor unser ganz kleines Erfolgserlebnis hatten.