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Großer Bahnhof für neuen Busplatz

Drei Busspuren und drei Wartehäuser sollen die Organisation von acht Buslinien künftig einfacher machen.
Drei Busspuren und drei Wartehäuser sollen die Organisation von acht Buslinien künftig einfacher machen. FOTO: Schauff
Döbern. Das Chaos im Döberner Zentrum hat ein Ende – der neue Busplatz sorgt laut Amtsdirektör Günter Quander für Entspannung im Schülerverkehr. Davon wollte sich gestern auch Umweltminister Jörg Vogelsänger überzeugen. Daniel Schauff

Der Termin für den Ministerbesuch in Döbern war nicht optimal gewählt - der neu gestaltete Busplatz soll vor allem beim Schülerverkehr für Entlastung sorgen. In der Ferienzeit konnte sich Umweltminister Jörg Vogelsänger folglich nicht mit eigenen Augen von dem mittlerweile einwandfreien An- und Abfahren überzeugen. Dass die gewünschte Entlastung aber eingetreten sei, versicherte ihm Döberns Amtsdirektor Günter Quander. Kurz nach Sommerferienende habe es noch kleine Ungereimtheiten gegeben, weil noch Restarbeiten ausstanden - nun aber bringe der Busplatz das, wofür auch das Ministerium ordentlich Geld zur Verfügung gestellt hat. Rund 160 000 Euro hatte das Land im Rahmen der "Leader"-Förderung gegeben, 54 000 Euro kamen von der Stadt Döbern. Insbesondere die drei nun zur Verfügung stehenden Busspuren sollen die zuvor laut Quander "an Chaos grenzenden Zustände" kurz vor Schulanfang und nach Schulende beheben und für mehr Verkehrssicherheit im Döberner Zentrum sorgen.

Acht Buslinien passieren zur vollen Stunde das Döberner Zentrum, erklärte Landrat Harald Altekrüger (CDU). Das mache Döbern zu einem "wichtigen Knotenpunkt im ÖPNV" (Öffentlicher Personen-Nahverkehr). Er habe sich im Sommer die Schülerströme angesehen und habe sie als ähnliches Chaos emfpunden wie der Amtsdirektor.

Es war allerdings nicht nur das Geld, für das sich insbesondere Quander beim Ministerium bedanken wollte. Dass die Arbeiten innerhalb von sechs Wochen in den Ferien nahezu abgeschlossen werden konnten, sei eine große Leistung gewesen - auch von den Bauunternehmen. Auch Altekrüger betonte, dass es von Antragsstellung bis Vollendung der Maßnahme gerade einmal ein halbes Jahr gedauert habe - das sei alles andere als selbstverständlich.

Beim Besuch des neuen Busplatzes wies Bundestagsabgeordneter Ulrich Freese (SPD) auf die noch fehlenden Hinweisschilder zum Schülerverehr für Autofahrer auf der parallel laufenden Forster Straße hin. Laut Freese will Quander einen entsprechenden Antrag nachreichen, sodass kurzfristig Schilder aufgestellt werden können.