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| 16:18 Uhr

Waldbrände sorgen für Dauerstress
Harte Belastungsprobe für Feuerwehren in Spree-Neiße

 Unterstützung leisten die Kameraden der Feuerwehren aus Spree-Neiße auch bei Großbränden so wie jüngst in der Lieberoser Heide.
Unterstützung leisten die Kameraden der Feuerwehren aus Spree-Neiße auch bei Großbränden so wie jüngst in der Lieberoser Heide. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Forst. Die Kameraden der Feuerwehren im Landkreis Spree-Neiße arbeiten derzeit am Limit. Sie haben nicht nur in der eigenen Region zu tun, sondern helfen auch bei Großbränden in der Nachbarschaft. Von Sven Hering

Die Kameraden der Feuerwehren im Spree-Neiße-Kreis arbeiten derzeit an ihrer Belastungsgrenze. Das bestätigt der Forster Stadtwehrführer Andreas Britze. Beinahe täglich sind die Kameraden bei Wald- oder Flächenbränden gefragt.

„Außerdem gab es für uns in den letzten Tagen noch zusätzliche Aufgaben wie die Absicherung der Rosengartenfesttage“, ergänzt Britze. Die Forster Kameraden hätten zudem bei den Waldbränden in der Lieberoser Heide Unterstützung gegeben.

Die Einschätzung Britzes trifft auch auf die anderen Wehren im Landkreis Spree-Neiße zu. So wurden laut Kreisverwaltung in der ersten Jahreshälfte 2019 73 Ödland- und Waldbrände im Landkreis Spree-Neiße registriert, davon 45 alleine im Monat Juni.

Einsatzbelastung der Feuerwehren durch Brände enorm

„Diese zahlreichen Brände verlangen den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren, des Rettungsdienstes, des sanitätsdienstlichen Katastrophenschutzes und des Technischen Hilfswerkes viel ab“, betont Landrat Harald Altekrüger (CDU). Nicht nur bei Waldbränden im eigenen Landkreis seien die SPN-Wehren gefragt, sondern auch bei der Waldbrandbekämpfung in der Lieberoser Heide im Landkreis Dahme-Spreewald oder bei Einsätzen im benachbarten Bundesland Sachsen.

Altekrüger: „Die Einsatzbelastung der freiwilligen Helfer sowie der Kameradinnen und Kameraden ist derzeit enorm.“

Der Spree-Neiße-Verwaltungschef verweist auf die im Landkreis entwickelte Alarm- und Ausrückeordnung Wald, die sich in den vergangenen Jahren bewährt habe und auch von anderen Kreisen übernommen worden sei.

Demnach rücken bei Waldbränden mindestens fünf Tanklöschfahrzeuge und zwei Löschgruppenfahrzeuge aus. „Wir verfahren dabei nach dem Prinzip Klotzen statt Kleckern“, so Altekrüger.

Zahlreiche Unternehmen unterstützen Feuerwehr

Der Spree-Neiße-Verwaltungschef lobt zudem die Unterstützung von zahlreichen Unternehmen, die ihre bei der Feuerwehr aktiven Mitarbeiter für Brandeinsätze freistellen. „Das ist heute nicht mehr selbstverständlich, aber ich kenne viele Unternehmen, die sehr großzügig damit umgehen“, so Altekrüger.

Die Einwohner im Kreis bittet er um die notwendige Fürsorge beim Umgang mit Feuer im Freien. In der Vergangenheit seien immer wieder Waldbrände durch Leichtsinn ausgelöst worden.