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| 15:44 Uhr

Unruhestifter in Groß Schacksdorf
Waschbären werden zur Plage in Kleingartenanlage

 Waschbären sind zwar niedlich, aber richten in Gärten erhebliche Schäden an.
Waschbären sind zwar niedlich, aber richten in Gärten erhebliche Schäden an. FOTO: Angela Hanschke
Groß Schacksdorf. Die Einwanderer plündern Gärten und Nester und haben sich wahrscheinlich in den ehemaligen Ledigenwohnheimen eingenistet.

Nächtlicher Lärm auf dem Grundstück hat am Wochenende einige Einwohner des Dorfes aus dem Schlaf geschreckt. Der „Einbrecher“ entpuppte sich als ein Waschbär. Das stattliche Männchen hatte es auf die süßen Kirschen abgesehen und als Nachtisch noch das Sperlingsnest in einer Baumhöhle geplündert.

In einer Entfernung von 100 Meter Luftlinie befinden sich die Gärten des Kleingartenvereins „Am Pilzberg“. Dort hat er sich seit dem vergangenen Jahr als rechte Plage für die Hobbygärtner erwiesen. „Im Vorjahr haben sie uns alles weg gefressen“, betont Monika Huber vom Vereinsvorstand. Die Waschbären plünderten nicht nur Kirschbäume, sondern verschonten auch die Äpfel, Pflaumen und die Weintrauben nicht. Sie zeigten jedoch aufgrund der stachligen Sträucher keinen Appetit auf die Brombeeren und Himbeeren. „Wir versuchen unsere Ernte vor dem Totalverlust durch Plastemanschetten rings um die Stämme und durch Waschbärenkrallen aus dem Baumarkt zu schützen“, so Monika Huber weiter.

Die putzigen Tiere mit der Zorro-Maske „turnen“ auch durch den benachbarten Ruinenkomplex der ehemaligen Ledigenwohnheime. Wahrscheinlich ziehen sie dort ihren Nachwuchs auf. Auch die benachbarten Teiche bieten den dämmerungs- und nachtaktiven Allesfressern, die als invasive Art die heimische Tierwelt bedrängen,  ein optimales Umfeld.

(aha)