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| 02:36 Uhr

Groß Schacksdorf-Simmersdorf stimmt klar für Eigenständigkeit

Groß Schacksdorf. Über die Zukunft ihrer Gemeinde sollten die 946 wahlberechtigten Einwohner von Groß Schacksdorf-Simmersdorf am Sonntag entscheiden. Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist eindeutig: 75,6 Prozent der Wähler stimmten bei der Frage, ob die Gemeinde eigenständig bleiben soll, mit Ja. bob

"Damit hat sich die Gemeinde klar für den Verbleib im Amt Döbern-Land ausgesprochen", attestierte Wahlleiter Mike Lenke nach Auszählung der Stimmen am Abend.

459 Wahlberechtigte stimmten mit Ja, davon in Simmersdorf 138, in Groß Schacksdorf 321. Bei Nein machten 148 Wähler ihr Kreuz. Dabei fiel die Ablehnung in Simmersdorf mit rund einem Drittel der Stimmen deutlich höher aus als in Groß Schacksdorf (12,3 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag mit 62,5 Prozent hoch genug, um das nötige Quorum zu erreichen. Der Bürgerentscheid ist damit gültig.

Der Forster Bürgermeister Jürgen Goldschmidt (FDP) bedauerte den Ausgang des Entscheids. "Wir haben als Stadt Forst der Gemeinde ein gutes Angebot gemacht. Dass das so nicht angekommen ist, bedauere ich", erklärte Goldschmidt auf Nachfrage. Man werde aber trotzdem in Zukunft weiter gut mit der Nachbargemeinde zusammenarbeiten. Ein "Wermutstropfen" sei es, dass durch die Fragestellung des Bürgerentscheids der Gemeinde und auch Forst für zwei Jahre die Hände gebunden seien. Sollte die Landesregierung eine Gebietsreform beschließen, seien Verhandlungen über eine freiwillige Lösung in dieser Zeit nicht möglich.

In einem Gebietsänderungsvertrag hatte die Stadt Forst den Bürgern der Nachbargemeinde in den vergangenen Monaten ihr Angebot unterbreitet. Das Papier, das die Stadtverordneten im März beschlossen haben, sah unter anderem eine weitreichende Eigenständigkeit der Gemeinde vor, die als zwei Ortsteile in der Stadt Forst aufgehen sollte. Dies ist nun vom Tisch.

Kommentar: Zum Glück ein klares Ergebnis