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Spree-Neiße
Grau und nasskalt zum Jahresausklang

Spree-Neiße. Dieses Mal lag der 100-jährige Kalender falsch: Der Dezember 2017 war nur selten winterlich. Ansonsten war es in der Region ein eher mittelmäßiges Jahr.

Vielmehr beherrschten vornehmes Grau und meist nasskaltes Wetter den letzten Monat des Jahres. Ein Wintergewitter mit kräftigem Schneefall am 9. Dezember bescherte der Region die erste Schneedecke des Winters. Zwei Tage später beendete Tauwetter dieses kurze Intermezzo.

Die kurze winterliche Periode mit dünner Schneedecke ab dem 3. Advent hielt auch nicht bis zu den Festtagen. Pünktlich zu Weihnachten kam milde Luft in die Lausitz und selbst nachts fiel der Frost aus. Auch der Jahreswechsel war eher frühlingshaft, denn die 13,2 Grad Celsius an Silvester bedeuteten sogleich den Monatshöchstwert. Schön war, dass besonders an den Adventswochenenden entweder etwas Schnee lag oder, wie am 1. Advent, die Sonne schien. Dennoch kamen im gesamten Monat Dezember nur 36 Sonnenstunden zusammen. Es gab keinen einzigen Eistag, und auch die Hälfte der Dezembernächte blieb gänzlich frostfrei. Das Monatsmittel lag bei 2,88 Grad. Messbarer Niederschlag fiel an 17 Tagen, insgesamt 52,5 Liter pro Quadratmeter.

Jahresrückblick: Sowohl beim Niederschlag als auch bei der Temperatur blieb das Wetter 2017 im Mittel bei den Werten der letzten Jahre. Die Jahresmitteltemperatur lag bei 10,57 Grad  (2016: 10,35°C) und an Niederschlag wurden 683 Liter (2016: 672 Liter) je Quadratmeter gemessen. Zusammenfassend brachte nur der Januar Winterwetter, das Frühjahr war kühl und trocken, der Sommer recht angenehm, Juni und Oktober warm und feucht. Der Jahreshöchstwert mit 35,8 Grad wurde am 1. August, der Tiefstwert mit minus 11,4 Grad am 6. Januar gemessen.

(hib)