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| 16:28 Uhr

Kultur in Forst
Frauenschwarm erzählt aus seinem Leben

Schauspieler und Sänger Giso Weißbach beim „Talk im Pavillon“ in der Forster Innenstadt.

Schauspieler und Sänger Giso Weißbach hat die neue Herbst-Winter-Saison der beliebten Veranstaltungsreihe „Talk im Pavillon“ eröffnet. Moderator Lutz Hoff entlockte dem Entertainer einige Geheimnisse. Schon zu DDR-Zeiten galt Weißbach als Frauenschwarm mit seinem vollen schwarzen Haar, der markanten Stimme und seinem galanten Auftreten.

„Sie sind auch ganz schön hell geworden“, begrüßte ihn eine Zuschauerin. Doch das machte Giso Weißbach mit seinem Charme wett. Im erzgebirgischen Schwächen geboren, hatte er mit 17 Jahren seinen ersten Auftritt bei den Greifensteiner Festspielen. Von der Laienspielgruppe des Motorradwerkes Zschopau, wo er seine Ausbildung machte, wurde er an die Staatliche Schauspielschule Berlin empfohlen. Ursula Karrusseit überbrachte ihm die Nachricht, dass er bestanden hatte. Von da an ging es steil bergauf. Engagements an den Theatern in Parchim, Neustrelitz und Weimar folgte die erste kleine Filmrolle. Mit „Das Licht der schwarzen Kerze“, einer Agentenserie, kam der Durchbruch. Weißbach spielte Bösewichte, Abenteurer und Liebhaber. 2017 inszenierte er in Luzern „Winnetou 2“. Das Freiluft-Spektakel fand in einer zum Theater umgebauten riesigen Baugrube statt.

Eine ganz besondere Beziehung hat Weißbach übrigens zu Forst: „Als junger Soldat war ich auf dem Flugplatz Jänschwalde stationiert. Bei einem Ausgang lernte ich ein Mädchen kennen, welches aus Forst stammte. So fuhr ich in der Folgezeit mehrmals zu ihr nach Forst“, erzählt er. Auch zu den Rosengartenfesten war er mehrmals als Künstler zu Gast.

Obwohl Giso Weißbach im nächsten Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, denkt er noch nicht ans Aufhören. Mit den ebenfalls „alten Herren“ Gojko Mitic und Michael Hansen will er ein neues Projekt in Angriff nehmen, wie er verrät.

Als Reminiszenz an Johannes Heesters, den er bei einer Fernsehshow kennenlernen durfte, schnappte sich Giso Weißbach Zylinder und weißen Schal und sang ein Lied des großen Künstlers. Harald Junkes „Der alte Wolf wird langsam grau“ trifft auch auf ihn selbst zu. Und Diana Sonntag, der Chefin des Pavillons, widmete er das Lied „Das gibt es nur bei Mutti“.

Zum nächsten Pavillon-Gespräch am 30. September kommt Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller.

(tfs)