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| 01:37 Uhr

Gewichtiger Lauf startet in Forst

Wolf-Ulrich Raffel von den Lichtenrader Löwen.
Wolf-Ulrich Raffel von den Lichtenrader Löwen. FOTO: Hanschke
Forst.. Mehr als Zeiten haben gestern beim 24. Forster Gewichtslauf die Starter bewegt. Denn auch das Körpergewicht der Starter spielte eine große Rolle. „Die erzielte Laufzeit wird durch das Körpergewicht dividiert. Angela Hanschke

Der daraus errechnete Quotient ist dann von entscheidender Bedeutung“ , erklärte Wilfried Wockenfuß vom veranstaltenden Verein LTSV Forst.
Dr. Bertram Lerche rechnete sich deshalb keine großen Siegerchancen aus. „Mir geht es ums Mitmachen“ , sagte der 74-jährige Sportler. Vorjahressieger Klaus Schottke (47), der bereits bei seinem ersten Forster Start den dritten Rang belegte, rechnete wieder mit einer vorderen Position.
Der Berliner Freizeitsportler von TriFinisher Berlin hat jedoch mit Wolf-Ulrich Raffel (32) vom Team Lichtenrader Löwen einen harten Konkurrenten aus der Hauptstadt. Beide haben am Freitag exakt 108 Kilogramm auf die Wage gebracht. „Bei normalen Läufen kann ich mit meinem Gewicht nur hintere Ränge belegen“ , berichtete der Sieger des Jahres 2007. Doch die Forster Sportveranstaltung sei klein, fast familiär und nicht so anonym wie in Berlin. Er habe deshalb schon viele Bekannte unter den Startern der Region. Die Forster Handballerin Sandra Schuhart (27) von Rot-Weiß Forst sagte: „Auf alle Fälle kann ich heute sicher weiter vorne landen“ . Die Konkurrentinnen waren leichtgewichtiger.
Mit einem Siegergewicht ging Roland Breisemann aus Forst nicht an den Start. Doch der 51-jährige Läufer vom gastgebenden Verein nahm es mit Humor. „Ich habe extra die großen Sicherheitsnadeln zum Befestigen der Startnummer genommen“ , sagte er.
Nur Eric Schulze vom Jahrgang 1994 hatte als leichtester Läufer mit nur 46 Kilogramm noch schlechtere Karten. Bei den Männern betrug das Höchstgewicht 108 Kilogramm, bei den Damen pendelte die Anzeige der Waage zwischen 53 und 71 Kilogramm.
Zum Abnehmen sollte der Lauf aber offenbar nicht bewegen: Schinken und Wurstkränze bekamen die Bestplazierten als Lohn für ihre Disziplin.