(slu) Einstimmig haben die Döberner Stadtverordneten dafür votiert, in der Döberner Ringstraße ab Hausnummer 14 bis zur Kreuzung Muskauer Straße/Ringstraße eine Beschilderung mit Tempo 30 zu beantragen. Damit folgten sie einem Antrag von Steffen Krumpa, Vertreter der Schulkonferenz. Er hatte in der Sitzung noch einmal darauf verwiesen, dass es bereits im November 2016 eine Petition gegeben hatte, in der eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde im Bereich der Ringstraße von der Oberschule bis zur Mosaik-Grundschule gefordert worden war. Doch wie Reiner Ohm, Sachbearbeiter Verkehr beim Landkreis, mitgeteilt hatte, sei die Tempo-30-Zone in dem ganzen Bereich nicht möglich, da sonst ein neues Verkehrssicherungskonzept für Döbern erstellt werden müsse, berichtet Steffen Krumpa. Nur ein Tempo-30-Schild wurde aufgestellt, sonst habe sich nichts verändert, so Krumpa.

Wenn jetzt ein Antrag auf Geschwindigkeitsreduzierung für die Bereiche Muskauer Straße und Forster Straße gestellt werde, sollte die Ringstraße mit einbezogen werden, fordert er. Denn gerade im Zuge des Neubaus des Schulzentrums Döbern sollte zeitnah eine zukunftsorientierte Lösung gefunden werden. Immer wieder gebe es gefährliche Situationen, Schüler liefen auch mal zu sechst nebeneinander oder würden auf die Straße geschubst. Auch ein gefordertes Geländer am Gehweg sei bisher nicht angebracht worden. Krumpa: „Man sollte etwas tun, bevor ein Kind unter dem Lkw liegt.“ Dies bestätigt Yvonne Fischer (CDU), Vorsitzende des Bauausschusses. Alle Anträge seien damals auf den Weg gebracht, aber nicht zur Zufriedenheit bestätigt worden. Der Tempo-30-Teilbereich sei ein Kompromiss gewesen, und auch das Geländer sei abgelehnt worden, unter anderem, weil es als „Klettergerüst“ genutzt werden könnte.

Sören Reichelt, amtierender Amtsdirektor, sagte, dass die Problematik bekannt sei und auch die Polizei in Abständen kontrolliere. „Uns als Ordnungsbehörde sind jedoch die Hände gebunden“, so Reichelt. Demnächst soll es Gespräche mit der Schulleitung zu einem Schülerlotsen-Projekt geben. Eberhard Koch (FDP) empfahl, Kontakt mit der Verkehrswacht aufzunehmen.