„Die Tiere stammen aus verschiedenen Würfen und kamen völlig abgemagert bei uns an“ , erzählt Tierheimleiterin Renate Behrendt. In einem einzigen Karton seien die Perser-Katzen aus der Ukraine nach Deutschland geschmuggelt worden. „Die Katzen waren so eingepfercht zwei Tage lang unterwegs.“ Gemeinsam mit anderen Tierschützern ihres Vereines päppelte die 60-Jährige die Vierbeiner wieder auf. Erst nach drei Wochen durften die kleinen Stubenlöwen die Quarantäne verlassen. Jetzt hoffen die Forster Tierschützer, dass sie für die quicklebendigen Katzen schnell neue Besitzer finden. Denn der Zoll gab die Tiere gestern offiziell frei.

Betreuung fast rund um die Uhr
Renate Behrendt und ihre Mitstreiterinnen im Tierheim hatten ihre geschmuggelten Gäste schnell ins Herz geschlossen. „Wir betreuten sie fast rund um die Uhr“ , sagt die Heimleiterin. Dabei habe man die kleinen Schützlinge schnell kennen gelernt – und mit Namen versehen. Die Lady lasse sich besonders gern bürsten, „als ob es zu einer Ausstellung ginge“ , meint Renate Behrendt schmunzelnd. Der Silber-Perser Pascha wiederum habe „seinen Harem im Griff“ . Eine anderes Tier heißt einfach Koschka – Katze auf Russisch.
Wer sich für eine Perser-Katze interessiert, sollte wissen, dass diese Vierbeiner aufwändiger zu halten sind als andere Artgenossen. „Sie müssen täglich gebürstet werden. Auch die Augen brauchen viel Pflege“ , sagt die Tierheim-Chefin. Die Perser würden – wie alle anderen Tiere hier auch – gegen eine Spende abgegeben.
Es sei das erste Mal, dass den Zoll-Beamten Katzen in die Hände gefallen sind, erläutert Dieter Nakajew, Vorsteher des Zollamtes Forst/Autobahn. „Lebende Tiere sind relativ selten.“ Meist seien es dann unter Artenschutz stehende Singvögel, die illegal in die Benelux-Staaten transportiert werden sollen.

Hintergrund Kontakt zum Tierheim
 Wer sich für eine der Perser-Katzen interessiert, kann sich morgen zwischen 15 und 18 Uhr im Tierheim des Forster Tierschutzvereines, Am Pferdegarten 6, melden. Telefonische Auskünfte gibt Leiterin Renate Behrendt unter 03562/98 30 23.