Am 24. Oktober 1909 in Straßburg/Elsaß geboren, kam er als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Forst. Hier besuchte er die Mittelschule und das Realgymnasium und war vor dem Zweiten Weltkrieg als 1. Leiter der Arbeitsdienstabteilung tätig. Nach der Kriegsgefangenschaft kehrte er nicht nach Forst zurück. In Lübeck erlernte er das Töpfer- und Ofensetzerhandwerk. Später wechselte er zu einer internationalen Spedition und bekam eine führende Stellung.

Aus Liebe zu seiner ehemaligen Heimatstadt gründete Gerhard Krumm im Jahr 1947 den „Forster Kreis“, um Vertriebenen und Flüchtlingen neue Hoffnung zu geben. Aus diesem Grund legte er eine Kartei an, die in den Jahren 1960 bis 1970 mehr als 3300 Familien mit etwa 10 000 Personen umfasste. So konnten die Forster Kontakte knüpfen und Familienangehörige zusammen führen. Seinem Engagement ist auch die Herausgabe einer Heimatzeitung zu verdanken. In den 1950er Jahren bis in das Wendejahr 1989 hinein startete er jährliche Paketaktionen. Die Funktion des Kreisvorsitzenden der Landsmannschaft Mark Brandenburg übernahm er im Jahr 1958, wurde später stellvertretender Landesvorsitzender und zugleich Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstandes.

In Anerkennung seines Wirkens erhielt Gerhard Krumm im April 1963 das Bundesverdienstkreuz. Vor der politischen Wende in der DDR organisierte er regelmäßig Treffen, zu denen ältere Bürger aus der Heimatstadt gern kamen. Zu den Höhepunkten zählte das erste gesamtdeutsche Forster Treffen 1990 in Forst. Die Stadt Forst verlieh Gerhard Krumm am 4. März 1991 die Ehrenbürgerwürde.

Am 22. Dezember 2003 verstarb er im Alter von 94 Jahren in Lübeck. Seinem Wunsch entsprechend wurde Gerhard Krumm am 13. Februar 2004 auf dem Forster Friedhof beigesetzt. gk