Mit dem jetzt begonnenen Lehrjahr werden die künftigen Bankkaufleute über das duale System von betrieblicher und Berufsschulausbildung hinaus eine Zusatzqualifikation über die Akademie der Genossenschaftsbanken in Hannover erhalten. Darüber informierte gestern Jürgen Stender, Vorstand der VR Bank Forst. An dem Programm beteiligt seien auch die VR Bank Lausitz, die Volks- und Raiffeisenbank Oder-Spree sowie die Volksbank Spremberg-Muskau, so Stender gestern.
Durch das gemeinschaftliche Vorgehen der fünf Banken sei die Beteiligung an dem Projekt „Topstart“ erstmals möglich gewesen, so Stender, der die zusätzlichen Ausbildungskosten für die drei neuen Forster Auszubildenden im fünfstelligen Euro-Bereich sieht.
Die insgesamt elf Auszubildenden werden nach Angaben Stenders während ihrer dreijährigen Ausbildungszeit 30 Tage freigestellt und beispielsweise in Vertriebsfragen, Coaching, Rhetorik sowie Projektarbeit geschult und sollen anschließend in der Lage sein, Projekte zu leiten. Zu den 30 Akademietagen kämen weitere Ausbildungsmodule, so Helvie Poschau, Ausbildungsbeauftragte der VR Bank Forst. Ziel sei das theoretische Wissen aus dem Berufschulsschulunterricht anschließend praxisorientiert zu vertiefen, sagte die Ausbildungsbeauftragte Damit sei keine Kritik an der Arbeit der Berufsschulen verbunden, betonte VR Bank-Vorstand Stender auf Nachfrage. Den angehenden Bankkaufleuten solle beispielsweise auch gezeigt werden, wie es beispielsweise an der Börse oder bei einer Zwangsversteigerung zugehe. (js)