„Es war wunderbar, dort dabei zu sein. Es waren insgesamt zehn Männer und Frauen, die die Ehrung bekommen haben. Die ganze Atmosphäre mit den Reden, das ging schon unter die Haut“, berichtet Walter Pösz von seiner Auszeichnung mit dem „Veltener Teller“. Eine Auszeichnung, die verdienstvolle Seniorinnen und Senioren aus dem Land Brandenburg verliehen wird. Eine Künstlerin aus Velten hat die Auszeichnung designt, daher der Name.

Die Ehrung fand 2019 zum inzwischen 25. Mal statt. Ins Leben gerufen wurde sie damals von Sozialministerin Regine Hildebrandt (SPD). Walter Pösz empfing vergangene Woche den Teller und die dazu gehörende Urkunde aus den Händen der jetzigen Sozialministerin Dr. Ursula Nonnemacher (Grüne).

Von Seniorenbeirat für Ehrung vorgeschlagen

Vorgeschlagen für diese Ehrung hat ihn der Kreisseniorenbeirat. In der Begründung heißt es: „Walter Pösz erwarb sich durch sein außergewöhnliches Engagement und sein überaus hohes Organisationstalent die Anerkennung vieler Mitglieder der Volkssolidarität Forst.“

Zu diesem außergewöhnlichen Engagement zählt insbesondere seine ehrenamtliche Arbeit seit 2014 als Vorsitzender der „Ortsgruppe 6“, mit 64 Mitgeldern die stärkste in Forst. Ob im Forster Seniorenbeirat, bei der Verkehrswacht oder bei deutsch-polnischen Begegnungen – der 1943 geborene Walter Pösz ist an vielen Stellen aktiv.

Soziale Betreuung steht im Vordergrund

Über die Volkssolidarität organisiert er, gemeinsam mit anderen Vorstandsmitgliedern, Vorträge in Apotheken zu Gesundheitsthemen, Ausflüge, Weihnachtsfeiern oder Veranstaltungen mit der Polizei, wo über den „Enkeltrick“ aufgeklärt wird. Mit der Verkehrswacht ist er in Kindergärten genauso präsent wie auf der Seniorenwoche. So reiste er mit einer zwölfköpfige Mannschaft der Forster Volkssolidarität zur Eröffnung der Seniorenwoche in diesem Sommer nach Lubsko zur Seniorenolympiade. Bei gegenseitigen Besuchen mit Senioren aus Zagan wurden Gartensparten vorgestellt oder das Glaswerk Döbern besucht.

„Bei unserer Arbeit geht es aber nicht vorrangig um Veranstaltungen, sondern um soziale Betreuung“, betont Pösz. Als Vorsitzender der VS-Ortsgruppe koordiniert er Nachbarschaftshilfe, Krankenbesuche und Pflegeunterstützung.

„Die Senioren sitzen ja überwiegend allein zu Hause“, meint er. „Da muss man doch etwas machen nach dem Motto: Gemeinsam statt einsam“.