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| 02:36 Uhr

Gemeinsam die Kita erkunden

Aktion im Bällchenbad: Lia, Elias, Neele und Nico (v.l.) haben mit ihren Eltern Spaß in der Eltern-Kind-Gruppe mit Leiterin Kerstin Nicko (2.v.r.).
Aktion im Bällchenbad: Lia, Elias, Neele und Nico (v.l.) haben mit ihren Eltern Spaß in der Eltern-Kind-Gruppe mit Leiterin Kerstin Nicko (2.v.r.). FOTO: S. Ludwig
Forst. Voller Freude hechtet Nico durchs Bällchenbad, auch die halbjährige Neele krabbelt interessiert in den bunten Kugeln herum. Seit Dezember kommt Neele mit ihrer Mama Andrea Arndt in die Eltern-Kind-Gruppe – und das nahezu täglich, wenn es die anderen Termine erlauben oder Neele nicht krank ist. Steffi Ludwig

Denn das ist das Konzept der Eltern-Kind-Gruppe in der Kita "Kinderland": Täglich von 9 bis 15 Uhr einen Platz zu schaffen, an dem sich Eltern mit ihren Kindern von 0 bis drei Jahren treffen können. Und das unabhängig davon, ob die Kinder später mal in die Kita "Kinderland" gehen werden. Von 9 bis 12 Uhr - denn danach sei sowieso für die meisten Mittagszeit - ist mit Kerstin Nicko (47) eine engagierte Erzieherin für die Begleitung da, die mit den Eltern und Kindern singt, Späßchen mit Puppe Susi vollführt oder Beschäftigungen zu bestimmten Themen vorbereitet hat. "Wer will, kann auch nur einmal pro Woche kommen", so Kerstin Nicko.

"Neele ist dadurch aufmerksamer geworden und lernt auch schneller", berichtet Andrea Arndt, die sich freut, dass ihr Kind auch schon im Alter von einigen Monaten unter anderen Kindern sein kann. Auch der Austausch mit den anderen Eltern zu allen möglichen Themen rund ums Kind sei nicht zu unterschätzen.

Erst im September war die Gruppe in der größten städtischen Kita "Kinderland" wieder eingerichtet worden - vor Jahren hatte es eine solche hier bereits gegeben. Nach Auskunft von Dr. Andreas Kaiser, Fachbereichsleiter für Bildung und Soziales der Stadt Forst, stehe es im Interesse des Landkreises Spree-Neiße, solch ein Angebot vorzuhalten, das auch vom Jugendamt gefördert werde. Auch der Flüchtlingsbezug spiele eine Rolle, dass also auch Flüchtlingsfamilien dabei sind. Denn diese hätten es häufig nicht leicht, ihr kleines Kind einer Kita anzuvertrauen, und könnten sich in solch einer Gruppe an das Haus gewöhnen. Die Stadt sei dem nachgekommen und habe für die Eltern-Kind-Gruppe einen eigenen Raum eingerichtet und mit der bisherigen Krippen-Erzieherin des Hauses, Kerstin Nicko, eine pädagogische Fachkraft direkt für die Gruppe abgestellt. "Sie kann dann auch gleich Fragen zur Eingewöhnung oder Kitaangelegenheiten erklären und auch die Räume zeigen", sagt die stellvertretende Kitaleiterin Ute Grießbach. Zwölf Kinder seien angemeldet, aber es gebe noch freie Plätze, auch für die zweite Forster Eltern-Kind-Gruppe, die im Mehrgenerationenhaus in der Jahnstraße angesiedelt sei, so Andreas Kaiser.

Im Frühjahr zieht die Eltern-Kind-Gruppe der Kita in einen neuen Raum, der gerade umgebaut wird. Denn momentan wird der gesamte U3-Bereich Stück für Stück saniert. "Die Räume bekommen Fußbodenheizung, neue Möbel, werden tapeziert", freut sich Ute Grießbach. Das Projekt gehört zum Förderprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung" 2015 bis 2018 des Bundesfamilienministeriums.

Zum Thema:
Wer sich für die Eltern-Kind-Gruppe in der Kita "Kinderland" interessiert, kann sich an Ute Müller von der Stadtverwaltung Forst (Telefon 03562 989306) wenden oder direkt in der Kita vorbeischauen.Die zweite Eltern-Kind-Gruppe in Forst ist im Mehrgenerationenhaus angesiedelt (Telefon 03562 6932918).