„Wir müssen die Jagdintensität auf das Schwarzwild erhöhen.“ Das hat Spree-Neiße-Umweltdezernent Olaf Lalk (CDU) jetzt im Kreisausschsuss gefordert. Damit solle vor allem einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorgebeut werden.

In Westpolen ist nach Behördenangaben erst vor wenigen Tagen bei einem toten Wildschwein das Virus der Afrikanischen Schweinepest festgestellt worden. Das infizierte Tier wurde rund 85 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt in der Nähe des Dorfes Tarnow Jezierny, Woiwodschaft Lebus, Kreis Wschowski, aufgefunden.

Virus löst Erkrankung aus

Die Infektion mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) führt sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen zu einer schweren Erkrankung die fast immer tödlich ist. Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus. Für den Menschen und andere Haustierarten sei die Afrikanische Schweinepest nicht gefährlich.

Selbst der Verzehr infizierten Schweinefleisches berge kein gesundheitliches Risiko. Allerdings hätte eine Einschleppung nach Deutschland schwere Folgen für die Gesundheit der Wild- und Hausschweinebestände und in der Folge für die landwirtschaftliche Produktion.

Landkreis verstärkt Aufklärung

Der Landkreis wird laut Olaf Lalk die Aufklärung von Tierhaltern und Jägern in den kommenden Wochen noch verstärken. Hohe Schwarzwildbestände begünstigen laut Landesjagdverband Brandenburg die Ausbreitung von Infektionen. Eine konsequente Bestandsreduzierung, besonders bei Frischlingen und Überläuferbachen, durch Gemeinschaftsjagden sei eine wirksame Vorbeugung, so der Verband.