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| 15:32 Uhr

Regionale Kultur
Zusammen die Jugend in der Lausitz halten

Alexander Reinig (l.) und Thomas Alisch im Wehrinselpark des Rosengartens, wo die Konzerte stattfinden sollen. Die vorhandenen Bühnen wären zu klein.
Alexander Reinig (l.) und Thomas Alisch im Wehrinselpark des Rosengartens, wo die Konzerte stattfinden sollen. Die vorhandenen Bühnen wären zu klein. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Gebürtige Gubener veranstalten erstmals zweitägiges Open-Air im Forster Rosengarten. Von Steffi Ludwig

Knapp zwei Monate nach den Rosengartenfesttagen wird es im Forster Rosengarten in diesem Jahr ein Konzertwochenende geben, das vor allem die jüngere Zielgruppe ansprechen soll. Die beiden gebürtigen Gubener Thomas Alisch (33) und Alexander Reinig (34) haben es auf die Beine gestellt. Besonders stolz sind sie, dass sie es geschafft haben, Sängerin Vanessa Mai nach Forst zu holen. Die 26-Jährige war als Mitglied der Schlagerband „Wolkenfrei“ bekannt geworden und ist nun als Solokünstlerin erfolgreich. In der Schlagernacht am 17. August wird sie neben Maria Voskania zu erleben sein, die bei der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ den dritten Platz belegte und zudem als Backgroundsängerin von Helene Fischer bekannt wurde. Dritter im Bunde ist Achim Petry, Sohn von Sänger Wolfgang Petry.

Seit die Tinte unter den Verträgen trocken war und die beiden Veranstalter vor rund zwei Wochen die Veranstaltung bei Facebook verkündeten, stießen sie auf große Resonanz. „Gerade bei den 25- bis 35-Jährigen scheint es gut anzukommen, der Vorverkauf bei Eventim ist gestartet“, berichtet Alexander Reinig. Und das ist auch das Ansinnen der beiden: „Wir wollen für die Kultur in der Region etwas tun, wollen vor allem die Jugend hier halten, die für Konzerte meist bis Dresden oder Berlin fahren müssen“, so Thomas Alisch. Die Gubener kennen sich seit der Kindheit, Reinig arbeitet als Handelsvertreter bei der Bausparkasse LBS und Alisch in einem Getränkeunternehmen in Neuzelle. Letzterer kannte dadurch viele Veranstalter und Agenturen, und 2016 holten beide Nena nach Willmersdorf. „Aus dem Hobby wurde Leidenschaft“, sagen sie und haben inzwischen eine GbR für ihre Veranstaltungen gegründet. 2017 wollten sie etwas eigenes in der Heimatstadt starten, holten Karat und Six sowie die Band „Gestört aber geil“ nach Guben. Um die 2000 Besucher an beiden Abenden gaben ihrem Konzept Recht und forderten eine Fortsetzung, die im September (siehe Kasten) zu erleben ist.

Da Thomas Alisch privat nach Forst gezogen ist, wollte er auch hier Konzerte anbieten. Die Verhandlungen mit dem Rosengarten liefen positiv. Das bestätigt Parkmanager Stefan Palm: „So haben wir hier noch einen kulturellen Höhepunkt in der zweiten Saisonhälfte, den wir mit unseren eigenen Ressourcen nicht noch zusätzlich zu unserem derzeitigen Veranstaltungsprogramm stemmen könnten.“ Es solle keine Konkurrenz zu den Rosengartenfesttagen sein, bestätigen Thomas Alisch und Alexander Reinig, deshalb sei der Termin absichtlich weiter weg gelegt worden. Dass an dem Wochenende die Schuleintrittsfeiern stattfinden, sehen beide nicht als Hinderungsgrund. Der Besuch der Schlagernacht am Freitag sei ja trotzdem möglich, ebenso der Samstagabend. Letzterer ziehe jedoch ein anderes Publikum an, da „Forst feiert Open Air“ ein Abend mit DJs sein soll. Electrosalat aus Cottbus konnten bereits gewonnen werden, zwei weitere deutschlandweit bekannte DJs stünden kurz vor der Vertragsunterzeichnung.

Mit rund 2500 Besuchern rechnen die Veranstalter an beiden Tagen in Forst.