Das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz begründet das in einem Schreiben vom Montag damit, dass 88 Prozent der Einwohner in Gahry und Jethe an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden sollen: 400 Einwohner plus 80 Einwohnergleichwerte, was 1,1 Millionen Euro kosten soll. Gemäß Förderrichtlinie sei der Anschluss nicht förderfähig, so die Antwort auf die Förderanfrage. Höchstgrenze ist ein Anschlussgrad von 85 Prozent.
Laut Richtlinie habe das Land Interesse an wirtschaftlich stabilen Strukturen, heißt es weiter. Bei einem Anschlussgrad von über 85 Prozent sei davon auszugehen, dass die Resterschließung aus den Einnahmen des Eigenbetriebs Abwasser gezahlt werden könne. Andernfalls wird empfohlen, die Abwasserentsorgung durch eine „wirtschaftlichere, in der Regel größere Struktur“ zu lösen. Anmeldefrist für das Programm 2009 sei Ende März.
Piosik kündigte an, dass die Gemeinde über das Amt Döbern-Land Widerspruch einlege. Er habe das Amtsdirektor Werner Guckenberger gestern angekündigt. Piosik kritisiert, dass die Gemeinde Groß Schacksdorf-Simmersdorf rechtlich die Abwasserentsorgung einzelner Gemeindeteile nicht an das Amt übertragen könne, bei der Berechnung des Anschlussgrades in Wiesengrund aber Gemeindeteile betrachtet würden. So habe Wiesengrund einen Anschlussgrad von rund 28 Prozent. (fm)