| 02:35 Uhr

Für Erstklässler beginnt Schulalltag

Die Erstklässler an der Grundschule in Keune bewundern am Samstag ihre Zuckertüten. Heute beginnt der Schulalltag.
Die Erstklässler an der Grundschule in Keune bewundern am Samstag ihre Zuckertüten. Heute beginnt der Schulalltag. FOTO: mle1
Spree-Neiße. Die Ferien sind vorbei. Für Hunderte Erstklässler in Spree-Neiße startet heute der Schulalltag. In Grano beginnt das Lernen in einer komplett sanierten Schule. Steffi Ludwig, Silke Halpick und Annett Igel-Allzeit

149 Mädchen und Jungen sind am Samstag in Forst eingeschult worden. Damit gibt es nach Auskunft von Thao Nhi Jenny Martin, Sachbearbeiterin Schulverwaltung der Stadt Forst, mehr Schulanfänger in der Rosenstadt als im Vorjahr. Da waren es laut Statistik nur 140 Kinder. Besonders die Grundschule Keune und die Grundschule Mitte haben in diesem Jahr zugelegt. In die erste Klasse in Keune kam die Maximalzahl von 28 Einschülern, im Vorjahr waren es 22. "Wir mussten sogar einige Kinder, die nach Keune wollten, abweisen", sagt Martin. Diese kamen dann schulbezirksgetreu an die Grundschule Mitte oder per Umschulungsantrag an die Grundschule Nordstadt. Die gute Auslastung der Grundschule Keune ist erfreulich angesichts der Tatsache, dass das brandenburgische Bildungsministerium erst Anfang vergangenen Jahres grünes Licht für den Weiterbetrieb der Schule gegeben hatte. An der Grundschule Mitte wurden 52 Kinder eingeschult, das sind 13 mehr als im Vorjahr. An der Grundschule Nordstadt gab es dagegen mit 44 ABC-Schützen einen weniger als im Vorjahr. An der Evangelischen Grundschule wurden 17 Erstklässler eingeschult, das sind zwei weniger als im Vorjahr. Und an der Archimedes-Grundschule sind es in diesem Jahr mit acht Einschülern nahezu nur halb so viele wie im Vorjahr, wo 15 Kinder in die Schule kamen.

In einer vollkommen neu sanierten Einrichtung starten die 26 Lernanfänger an der Grundschule in Grano. Die Schule ist mit Fördermitteln des Landesamtes für Ländliche Entwicklung auf Vordermann gebracht worden. Das Anfang der 1980er-Jahre erbaute Schulgebäude war zuletzt in einem schlechten Zustand. Die Gemeinde hatte lange um Fördermittel gekämpft. Die Sanierung selbst wurde dann in einer Rekordzeit von lediglich zehn Monaten umgesetzt. "Andere Städte brauchen für solche Projekte bis zu zwei Jahre", sagt Carmen Mönchinger als Bauamtsleiterin. 1,6 Millionen Euro stecken im sanierten Schulgebäude, 600 000 Euro davon kommen von der Gemeinde Schenkendöbern.

70 Mädchen und Jungen wurden am Samstag in der Gubener Friedensschule eingeschult. Um hier auch in diesem Jahr wieder eine dritte 1. Klasse eröffnen zu können, musste umgebaut werden. So wird ab heute im ehemaligen Lehrerzimmer unterrichtet. Die Pädagogen ziehen stattdessen in die Bibliothek. Für die Umbaumaßnahmen, die in den Sommerferien stattfanden, hat die Stadt Guben rund 25 000 Euro investiert. Jetzt ist auch für die Zukunft die Dreizügigkeit gewährleistet, betont Schulleiter Frank Müller. 47 Erstklässler starten in der Corona-Schröter-Grundschule ihre Schulkarriere. Die Einrichtung in der Obersprucke soll auch nach dem Schulentwicklungskonzept der Stadt künftig zweizügig laufen.

160 Kinder sind am Samstag feierlich in die Spremberger Grundschulen aufgenommen worden. Weitere 23 Kinder aus Spremberger Schulbezirken starteten im Haus des Lernens in freier Trägerschaft des Albert-Schweitzer-Familienwerkes. 61 Schulanfänger versuchen heute, in der Kollerberggrundschule in zwei Flexklassen und zwei regulären Klassen den ersten Schultag zu meistern.

Die Astrid-Lindgren-Grundschule nimmt in ihre Flexklassen 44 Kinder neu auf. In Schwarze Pumpe konnte eine reguläre 1. Klasse mit 25 Kindern eröffnet werden. Und die Heidegrundschule in Sellessen startet mit 30 Abc-Schützen in zwei Flexklassen.

Größere Sanierungen gab es während der Sommerferien in keiner Spremberger Grundschule, nur allgemeine Reparaturarbeiten standen an. Die Erweiterungen der Horte in den Grundschulen Kollerberg, "Astrid Lindgren" und Sellessen aber werden vorbereitet.

In Welzow ist zu jedem neuen Schuljahr bei rund 30 bis 40 Schulanfängern neu zu entscheiden, ob es zwei kleine oder eine große 1. Klasse wird. Bei 26 Mädchen und Jungen, für die heute Morgen das Schülerdasein in der Welzower Goethe-Grundschule begann, bleibt es diesmal einzügig.

In der Mosaik-Grundschule in Döbern-Land wurden 52 Kinder eingeschult. Doch Katrin Michaelis, verantwortlich für Kultur, Vereinsarbeit, Sport und Schulen in der Amtsverwaltung Döbern-Land, seufzt ein wenig. "Es könnten ruhig ein paar Kinder mehr sein. Aber viele Eltern entscheiden sich auch für die Evangelische Grundschule Groß Kölzig oder, weil sie schon an die weiterführenden Schulen denken, gleich für Sachsen." Döbern bereitet sich auf die Bildung eines Schulzentrums, zu dem sich Mosaik-Grundschule und Germanus-Theiss-Oberschule zusammenschließen wollen, vor.