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| 19:10 Uhr

Frühjahrsputz
Forst macht sich schön

Mitarbeiterinnen vom Hectas-Gebäudereinigungsservice bepflanzen die Rabatten.
Mitarbeiterinnen vom Hectas-Gebäudereinigungsservice bepflanzen die Rabatten. FOTO: Thoralf Haß
Forst. Zahlreiche Helfer packen am Mittwoch beim großen Frühjahrsputz in der Stadt mit an. Von Thoralf Haß

Unter dem Motto „Mach mit! Für ein sauberhaftes Forst“ gingen am Mittwoch zum fünften Mal wieder unzählige Freiwillige ans Werk, um ihre Stadt auf Vordermann zu bringen und ihr ein sauberes Antlitz zu verpassen. Auch das Wetter spielte wieder mit. Vom Max-Seydewitz-Platz aus verteilten sich die Arbeitsgruppen in alle Himmelsrichtungen. Schon Tage zuvor hatte das städtische Betriebsamt die zu säubernden Flächen festgelegt.

Auch die „Wasserzwerge“ vom Kinderhaus packen fleißig mit an.
Auch die „Wasserzwerge“ vom Kinderhaus packen fleißig mit an. FOTO: Thoralf Haß

31 Standorte zählte die lange Liste, die Stadtteilmanagerin Kathleen Hubrich vorbereitet hatte. Noch länger ist die Liste mit den Teilnehmern: Vereine, Parteien, die Stadtverwaltung, Verbände, Kitas, Schulen und Unternehmen – alle wollten mit anpacken.

Für Jens Avermann vom Betriebsamt ist der Frühjahrsputz eine logistische Herausforderung. „Wir haben zwölf Container mit Werkzeug und Gartengeräten aufgestellt. Des Weiteren fahren zwei Absetzkipper und ein Multicar nach einem festen Routenplan die Standorte an, um den eingesammelten Abfall abzutransportieren.“ Hinzu kam noch das „sauberhafte Forst-Mobil“, wie Daniel Nothnick den aufgepeppten Handwagen des Nix-Vereins bezeichnete. Der kümmerte sich unter anderem um die Grünflächen am Friedrichsplatz. Am Lindenpark an der Stadtkirche waren die Mitarbeiterinnen vom SOS-Kinderdorf/Mehrgenerationenhaus fleißig. In ihren grünen T-Shirts waren sie leicht auszumachen. Orange war dagegen am „Forster Hof“ vorherrschend. Hier bepflanzte das sechsköpfige Team vom Hectas-Gebäudereinigungsservice die Rabatten entlang der Freiterrasse.

Der stellvertretende Bürgermeister Jens Handreck hatte sich derweil in die Otto-Nagel-Straße aufgemacht. Gemeinsam mit Landrat Harald Altekrüger kehrte er an der Freifläche vorm Zugang zum Stadtpark Mitte kleine Äste und Zweige zusammen. Auf der anderen Straßenseite ging es international zu. Familie Alizada aus Afghanistan packte zusammen mit deutschen Bekannten kräftig mit an und beseitigt Laub und Geäst von den Beeten. „Der Wasserturm gehört zu den Stadtwerken, deshalb kümmern wir uns um das Wahrzeichen.“, sagte Nicole Paulick aus der Marketing-Abteilung der Stadtwerke, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Diana Loichen den Platz rund um den Wasserturm harkte.

Schon am Vormittag waren die jüngsten Helfer im Einsatz. Die beiden Gruppen des Kinderhauses „Am Wasserwerk“ begannen nach dem Frühstück mit der Müllbeseitigung rund ums Gelände. Während die Jüngeren den Kräutergarten pflegten, säuberten die „Wasserzwerge“ der großen Gruppe zunächst den Graben entlang der Triebeler Straße. An der Einfahrt zum Wasserwerk, wo die Säuberungsaktion begann, flatterten selbst gebastelte Wimpelketten mit der Aufschrift „Achtung – Frühjahrsputz“. Mit Schippe und Harke ausgerüstet, sammelten die Kinder weggeworfene Bierbüchsen, Papierreste und anderen Abfall ein. Schnell füllten sich die mitgebrachten Müllsäcke. Die Kinder von der Frühjahrsputz-Aktion zu überzeugen, war nicht schwer. „Wir sammeln eigentlich jeden Tag den Müll vor unserer Kita auf.“, sagte Leiterin Sabine Dittmann. „Wenn wir mit den Kindern Spaziergänge machen, nehmen wir immer Handschuhe und Müllbeutel mit.“

Zur Stärkung in den Pausen gab es von Unterstützern der Frühjahrsputz-Aktion Getränke und Süßigkeiten. Auch die neuen Frühlingsblüher für den kleinen Garten wurden gesponsert.

Nach der Pause ging es dann auf der anderen Straßenseite in den Keuneschen Alpen weiter. Auch dort wurde der Unrat entlang der Wege zu den bevorzugten Spielflächen aufgelesen. Ob an der Freifläche vorm Supermarkt in der Cottbuser Straße (Seniorenbeirat), an der Langen Brücke (Rosengarten-Team) oder die Schüler der Gutenberg-Oberschule  –  viele helfende Hände wurden gezählt. Einige Forster versammelten sich am Nachmittag auch spontan zum Müllsammeln.
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