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Freizeitzentrum: Neue Suche beginnt

Gestern im Schülerfreizeitzentrum Forst: Erik, Ramona und Ole (v.l.) spielen Tischtennis, mit dabei ist Sozialarbeiter Christian Klar vom Nix e.V.
Gestern im Schülerfreizeitzentrum Forst: Erik, Ramona und Ole (v.l.) spielen Tischtennis, mit dabei ist Sozialarbeiter Christian Klar vom Nix e.V. FOTO: kkz
Forst. Von vorn beginnt die Suche nach dem Standort für ein Jugendfreizeitzentrum in Forst. Das SFZ ist zu teuer und ungünstig gelegen. Die Sanierung von Park 7 kostet zu viel. Bis Mitte 2017 soll ein neuer Standort gefunden sein. Katrin Kunipatz

Es gibt sie, die engagierten Jugendlichen in Forst. Bester Beweis ist der im November von der Kinder- und Jugendvollversammlung gewählte Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Forst. Klar sind auch die Themen, bei denen sich die Jugendlichen einbringen wollen. Ganz oben auf der Agenda steht ein zentraler Ort, an dem junge Menschen ihre Freizeit verbringen können. Und diese freie Zeit wollen die Jugendlichen vielfältig gestalten. Gewünscht sind ein Skaterpark, Probenräume für Bands und Räume, in denen sie sich treffen können zum Quatschen und Feiern oder Spielen.

Im Moment gibt es dafür eigentlich nur noch das Schülerfreizeitzentrum (SFZ) am Keuneschen Kirchweg. Der Jugendklub Waggon in der Alsenstraße ist eher den Älteren vorbehalten und auch nur Freitag und Samstagabend geöffnet. Der Nix e.V. hat im SFZ die Jugendsozialarbeit übernommen und macht Angebote für die Kinder und Jugendlichen. Jedoch kostet die Unterhaltung des in die Jahre gekommenen Gebäudes viel Geld. Die Heizkosten sind sehr hoch. Deshalb sucht die Stadtverwaltung seit mehr als zehn Jahren nach einer Alternative.

Das Kultur- und Begegnungszentrum Park 7 war lange als zentrumsnaher Standort im Gespräch, um die Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche zu konzentrieren. Eine Machbarkeitsstudie kam Ende vergangenen Jahres zu einem vernichtenden Urteil. Einzig Lage und Größe des Areals wurden positiv beurteilt. Die bauliche Bewertung listete erhebliche Risiken auf. Am Hauptgebäude gebe es durch die teilweise undichte Fassade und mangelhaft eingebaute Fenster bereits Feuchtigkeit im Mauerwerk, was bereits zu Schimmelbildung führt. Die Sanierung der vorhandenen Halle sei teurer als ein Neubau und der Umbau des Garagenkomplexes zu kostenintensiv. Welche "Überraschungen" im Außengelände in Form von Fundamenten, Verfüllungen, Altlasten, Schadstoffen oder Kampfmitteln warten und beseitigt werden müssten, sei ebenfalls unklar. Das Planungsbüro empfiehlt der Stadt Forst deshalb, den Standort Park 7 nicht weiterzuentwickeln.

Hinzu kommt nun noch, dass der Förderverein, der bisher in Park 7 aktiv war, Antrag auf Insolvenz gestellt hat. Die Stadtverwaltung geht deshalb davon aus, dass die gemeinsam entwickelten Ideen am Standort Park 7 nicht mehr umgesetzt werden können.

Die Suche nach einem passenden zentrumsnahen Gebäude, in dem Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gemacht werden können, beginnt von vorn. Die Stadtverordneten beauftragten die Verwaltung am Mittwoch formal mit der Weiterführung des Konzeptes. Welche Kriterien ein Standort erfüllen muss, wurde bereits mit Kindern, Jugendlichen und Vereinen erörtert. Das Ergebnis der Standortfindung soll den Stadtverordneten im Juli vorgelegt werden. Wird der Standort bestätigt, würde bis zum Jahresende ein Konzept zu seiner Entwicklung.