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| 20:00 Uhr

Panoramafotos von Forst
Frank Junge sieht die Muster in der Landschaft

Frank Junge stellt im Kreishaus Luftaufnahmen aus.
Frank Junge stellt im Kreishaus Luftaufnahmen aus. FOTO: Thoralf Haß
Forst. Der ehemalige Militärflieger Frank Junge fotografiert aus der Vogelperspektive. Seine Ausnahmen sind derzeit in einer Ausstellung im Forster Kreishaus zu sehen. Von Thoralf Haß

Die Fotos des Forster Fotografen und Videofilmers Frank Junge bieten ungewöhnliche Ansichten. Die zwölf großformatigen Aufnahmen im Format von 50 mal 150 Zentimetern und 30 mal 90 Zentimeter zeigen die Forster Stadtkirche, das Forster Freibad und den Kegeldamm mit dem Seufzersteg aus der Vogelperspektive. Auch Luftbildaufnahmen aus Grießen und dem polnischen Brody (Pförten) sind in der Ausstellung vertreten.

Das Bemerkenswerte an den Aufnahmen ist tatsächlich die Perspektive, denn mit einer Flugdrohne wurden mehrere Einzelaufnahmen gemacht, die dann mittels spezieller Software zu Panoramabildern zusammengefügt wurden. Drei bis vier solcher Einzelfotos verknüpfen sich später zu einem einzigen Bild, erklärt Frank Junge. Dem Betrachter zeigen sich dadurch die ungewöhnliche Perspektiven. „Den Blick haben sonst nur Hubschrauberpiloten, die in geringer Höhe fliegen. Aus Flugzeugen sind solche Ansichten auf Grund der größeren Höhe nicht möglich“, verrät der Fotograf.

Wer als Betrachter vor den riesigen Fotos steht, geht unweigerlich auf die Suche nach markanten Punkten in der Landschaft. Die braucht er zum Festhalten und Orientieren. Und er entdeckt ungewöhnliche Strukturen auf Plätzen, die sich aus der Luft erschließen – zum Beispiel über dem Rosenkreisel.

Frank Junge kennt aus eigener Erfahrung die Sichtverhältnisse aus der Luft. Als ehemaliger Militärflieger der NVA hatte er zu DDR-Zeiten eine privilegierte Aussicht von oben. Seit etwa drei Jahren nun widmet er sich der Luftbildfotografie und -filmerei. Mehrere Filme sind bereits entstanden, so unter anderem der Film „Forst von oben“ und Einspielfilme für den Forster Geschichtsstammtisch. Auch für den Dokumentarfilm über die „Schwarze Jule“ lieferte Frank Junge Luftbildaufnahmen des Stadtbahnhofes und der ehemaligen Streckenführung.

Frank Junge steuert dabei seine Drohne in Höhen bis maximal 100 Meter. Alles, was höher hinauf geht, bedarf einer besonderen Genehmigung der zuständigen Luftfahrtbehörden, erklärt er.

Für die nahe Zukunft hat Frank Junge schon neue Ideen im Hinterkopf, zu welchen markanten Landschaftspunkten er seine Drohne wieder in die Lüfte aufsteigen lässt. „Die schönsten Aufnahmen ergeben sich dabei bei Sonnenaufgängen und -untergängen in der sogenannten goldenen Stunde“, verrät der Experte. Dann fällt das Sonnenlicht in einem spitzen Winkel ein und sorgt für ein weiches und warmes Licht.

Noch bis zum 26. Oktober ist die Ausstellung mit Aufnahmen aus den Jahren 2017 und 2018 im Kreishaus des Landratsamtes zu sehen. Bei Gefallen können die ausgestellten Panoramabilder auch käuflich erworben werden.