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| 02:37 Uhr

Forster zeigen norwegischen Jugendlichen ihre Heimat

Die Norweger sehen sich auf der Radrennbahn in Noßdorf ein Motorrad vom Steherrennen an.
Die Norweger sehen sich auf der Radrennbahn in Noßdorf ein Motorrad vom Steherrennen an. FOTO: Hecht/cht1
Forst. Gestern noch der Reichstag, die Mauerreste und das Brandenburger Tor, heute bestaunen junge Norweger Forst in seiner ganzen Schönheit: Ob Plinse essen im Rosengarten oder eine Radtour bis zum Rad- und Reitstadion, alles war dabei. Die Forster haben die Schüler und Lehrer vom Flughafen in Berlin-Schönefeld abgeholt. Candy Hecht/cht1

"Dann sind wir mit ihnen etwas durch Berlin gelaufen und haben ihnen den Reichstag, sowie die Mauerreste und auch noch das Brandenburger Tor gezeigt", erzählt Carla Hentschel, Lehrerin für Deutsch und Musik am Forster Jahn-Gymnasium. Das Projekt mit dem Schüleraustausch bestehe bereits seit 1994 und mittlerweile kommen jedes Jahr im April oder Mai einige Schüler für eine Woche nach Deutschland und leben bei Gastfamilien.

"Die Schüler haben natürlich schon vorher schriftlichen Kontakt mit ihren Gastschülern,

damit sie einander kennenlernen", erklärt sie dann. Die Hauptkommunikation verlaufe auf Englisch, auch wenn in Norwegen Deutsch gelehrt werde. Trotzdem sollen die Schüler ihre Deutschkenntnisse hier verbessern.

Forst wurde per Rad erkundet. "Wir waren im Rosengarten Plinse essen, dann an den Neißebrücken, am Wasserturm und nun haben wir hier unsere letzte Station", berichtet Lehrerin Carla Hentschel.

Die Schülergruppe wird von zwei verantwortlichen Schülern der 10. Klasse, an diesem Tag Franziska Radefeld und Sebastian Pirsch, angeleitet und auf Englisch über die Sehenswürdigkeiten informiert, sodass sie alles gut verstehen. Jeden Tag seien zwei andere Schüler verantwortlich für die Präsentation.

"Heute ist hier unsere letzte Station und die Gäste können sich ein Motorrad vom Steherrennen anschauen", sagt Franziska Radefeld, während Marcel Möbus und Heinz Spielmann vom PSV 1893 Forst den Norwegern die Gerätschaften zeigen.

"Wir staunen sehr, wie aufgeschlossen die Schüler schon sind. Wir haben uns alle auf Anhieb gut verstanden", sagt Sebastian Pirsch dazu und freut sich schon sehr darauf, wenn er selbst im September nach Norwegen darf.

"Ja, entgegen aller Erwartungen läuft die Verständigung super. Es geht besser, als ich gedacht hätte", meint Franziska Radefeld.

Am Mittwoch stand eine Tour nach Dresden auf dem Programm, auch eine gemeinsame Paddeltour im Spreewald war geplant. "Hoffentlich spielt auch das Wetter mit, sonst werden wir nass", sagt Carla Hentschel und lacht. "Aber da müssen wir dann durch."

Am heutigen Freitag heißt es: Abschied nehmen. Die norwegischen Elftklässler müssen wieder heimkehren. Sie werden in jedem Fall viele neue Eindrücke mitnehmen können und vielleicht auch neue Freundschaften geknüpft haben.