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| 17:15 Uhr

Experteneinschätzung
So war der Juli: Regen fiel nur an sieben Tagen

 Sogar Wassermelonen wachsen mittlerweile auch in den Gärten der Lausitzer Region.
Sogar Wassermelonen wachsen mittlerweile auch in den Gärten der Lausitzer Region. FOTO: Heido Briesemann
Forst. Forster Wetterexperte zieht eine Bilanz.

Das Wetter ist in aller Munde und längst nicht mehr nur ein Thema am heimischen Frühstückstisch. Als viel zu heiß und viel zu trocken, so empfinden es die meisten. Der Forster Wetterexperte Heido Briesemann bescheinigt dem Juli 2019 jedoch, ein ganz normaler Juli gewesen zu sein.

Nach der Hitzewelle im Juni begann der Juli gemäßigt, denn das über Großbritannien liegende  Hoch „Winnie“ schaufelte kühle Nordseeluft bis in die Lausitz. So pegelten sich die Tageshöchstwerte ab dem 2. Juli um die 20 Grad ein. Leider fehlte auch weiterhin der Regen. Die Waldbrandgefahr blieb somit extrem hoch. Viele Wolken und kühler  Wind bestimmten die gesamte  erste Monatshälfte.

Erst Mitte Juli wurde die Luft mit dem Hoch „Xandra“ wieder wärmer. Bei einem Sonne-Wolken-Mix stiegen die Temperaturen wieder auf sommerliche Werte. Am 20. Juli gab es mit 31,2 Grad dann den ersten Hitzetag. Mit Beginn der „Hundstage“ am 23. Juli drehte der Hochsommer wieder voll auf.

Dass die heißesten Tage des Jahres oft in den Zeitraum 23. Juli bis 23. August fallen, ist statistisch belegt. Es hat aber nichts mit Hunden zu tun. Der Name kommt vom Sternbild „Großer Hund“. Seinen hellsten Stern Sirius können Frühaufsteher am Morgenhimmel beobachten. Die Ägypter verehrten diesen Stern bereits als Geist des Flusses, weil er mit seinem Aufgehen das Nilhochwasser ankündigte.

Von Hochwasser war die Lausitz im vergangenen Monat allerdings weit entfernt. Die insgesamt gemessenen 39,5 Liter je Quadratmeter fielen an nur sieben Tagen, den Rest des Monats blieb es trocken. Somit war auch der zweite Sommermonat 2019 viel zu niederschlagsarm.

Hoch „Yvonne“ bescherte uns in der letzten Julidekade nochmals acht heiße Tage. Während im Emsland ein neuer Hitzerekord  von 42,6 Grad für Deutschland aufgestellt wurde, kam die Lausitz dank des Ostwinds mit 35,2 Grad am 29. Juli noch glimpflich davon.

Der Sonne-Wolken-Mix sorgte gelegentlich für etwas Schatten. Tief „Vincent“ beendete mit schwüler Luft und Gewittern den Juli. Die Sonnenausbeute von 232 Stunden und der Monatsmittelwert von 20,5 Grad waren laut 30-jährigem Mittel normale Juliwerte.

(hd)