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| 12:41 Uhr

Zukunft eines Forster Aushängeschildes
Neuer Schritt fürs Stadion

 Das Stadion am Wasserturm in Forst und der Komplex inklusive Gymnasium, Mehrzweckhalle und Schwimmhalle sollen modernisiert werden.
Das Stadion am Wasserturm in Forst und der Komplex inklusive Gymnasium, Mehrzweckhalle und Schwimmhalle sollen modernisiert werden. FOTO: LR / Steffi Ludwig
Forst. Ausschuss votiert einstimmig für Grundsatzentscheid zu Forster Wasserturm-Zentrum. Von Steffi Ludwig

Einen nächsten Schritt in die Richtung zum Aufbau eines Schul- und Sportzentrums am Wasserturm hat am Montagabend der Forster Kultur- und Sozialausschuss genommen. Einstimmig votierten die Mitglieder für einen ­Grund­satz­entscheid, den letztlich die Stadtverordnetenversammlung am 24. Mai beschließen muss. Dieser Entscheid sei notwendig, damit die Verwaltung eine Grundlage habe, um weitere Fördermittel akquirieren zu können, erklärte Bauverwaltungsvorstand Heike Korittke.

Denn noch vor etwa drei Wochen habe die Welt anders ausgesehen: Da lag das Schul- und Sportzentrum am Wasserturm noch im Rennen um die Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Den Zuschlag hatte aber das zugleich eingereichte Forster Rad- und Reitstadion bekommen – hier fließen rund 2,6 Millionen Euro Fördermittel für dessen Sanierung und Ausbau.

Für das Stadion am Wasserturm müssen deshalb nun neue Förderprogramme gesucht werden, so Heike Korittke. Und da die Beantragung manchmal äußerst schnell vonstatten gehen müsse, wie die erfolgreichen Beispiele Schwimmhalle und Rad- und Reitstadion gezeigt hätten, sei es wichtig, dass Papiere und Pläne bereits vorliegen.  

Heike Korittke erklärte noch einmal, worum es jetzt geht. Stadt und Landkreis Spree-Neiße hatten im April 2018 festgeschrieben, gemeinsam ein Konzept für das Areal rund um das Stadion am Wasserturm zu entwickeln. Betrachtet wurde der gesamte Komplex inklusive Gymnasium, Mehrzweckhalle sowie Schwimmhalle und der Brachfläche dahinter. Planungsbüros schrieben die Ideen in einem Konzept fest, das im Dezember 2018 vorgestellt worden war.

Der Landkreis als Träger des Gymnasiums und deshalb auch für den Schulsport und die Sportstätten verantwortlich, beabsichtige, die notwendigen Sportanlagen selbstständig zu errichten und zu finanzieren. Landrat Harald Altekrüger (CDU) hatte bereits im Vorjahr angekündigt, 361 000 Euro dafür in den Haushalt einzustellen. Nach Auskunft von Verwaltungsvorstand Sven Zuber werde spätestens nächstes Jahr mit diesen Arbeiten begonnen. Das decke sich mit den Zeitangaben in der Forster Sportstättenentwicklungskonzeption, die die Abgeordneten am Montagabend ebenfalls einstimmig verabschiedeten. Dort ist für die Planung der Zeitraum 2019/2020 angesetzt, für Bauarbeiten und Sanierung die Jahre 2021 bis 2022.

Denn geplant sind einige weitere Punkte, für die dringend Fördermittel benötigt werden. So soll die Stadionbaracke abgerissen und dort ein Funktionsgebäude errichtet werden: unter anderem mit Vereinsräumen, Garderoben, Dusch- und WC-Anlagen. Zudem sollen die Sitz- und Stehterrassen im Nord- und Südbereich rückgebaut sowie die zentralen Sitz- und Stehterrassen im Westen erneuert werden.

Die Laufbahn werde im Bestand erhalten und nicht erweitert. Die vier Laubahnen einschließlich der 100-Meter-Laufbahn sollen jedoch grundhaft ausgebaut werden. Im Innenraum des Stadions soll ein Allwetterplatz hergestellt werden, der multifunktional genutzt werden soll.

Auf der kleinen Fläche hinter dem Stadion Richtung Bahngelände sollen ein Fitnessparcours, eine Skateranlage sowie ein Rundumlauf geschaffen werden. Und an der Triebeler Straße – an der Brachfläche hinter der Schwimmhalle – soll eine Veranstaltungsfläche oder ein Festplatz errichtet werden, der von Landkreis und Stadt, beispielsweise für die Eröffnung der Folklorelawine, Open-Air-Veranstaltungen oder auch Schülerkonzerte des Gymnasiums genutzt werden könnte, so Heike Korittke.

Für eine Fördermittelbeantragung könnten eventuell einzelne Punkte herausgelöst werden, sagte Korittke. Denn die Grobkostenermittlung für alle Bereiche hatte einen finanziellen Bedarf von vier bis 4,5 Millionen Euro ergeben. Ohne die Schulsportanlagen des Landkreises und ohne den Festplatz komme man etwa auf die rund 2,6 Millionen Euro, die in der Sportstättenentwicklungskonzeption genannt werden, sagte Heike Korittke auf die Nachfrage des Ausschussmitgliedes Jan Gebauer (CDU).

 Das Stadion am Wasserturm in Forst und der Komplex inklusive Gymnasium, Mehrzweckhalle und Schwimmhalle soll modernisiert werden.
Das Stadion am Wasserturm in Forst und der Komplex inklusive Gymnasium, Mehrzweckhalle und Schwimmhalle soll modernisiert werden. FOTO: LR / Steffi Ludwig