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| 17:06 Uhr

Bürgermeisterwahl
Forster Wahlkampf erreicht seinen Höhepunkt

Forst. Wahlkampf-Flyer von Bürgermeisterkandidatin Simone Taubenek erregt Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Von Steffi Ludwig und Katrin Kunipatz

Ein im „Forster Wochenblatt“ abgedruckter Wahlflyer von Bürgermeisterkandidatin Simone Taubenek (parteilos) hat bei der Forster Facebook-Gruppe „Unser Forschte“ für eine Vielzahl unterschiedlicher Kommentare gesorgt.

In dem Flyer stellt Simone Taubenek unter anderem heraus, dass sie durch ihre bereits älteren Söhne „den notwendigen familiären Freiraum“ für das Bürgermeisteramt habe. Zudem bringe sie „keinen über 100-jährigen Familienbetrieb in Gefahr“. In einem weiteren der fünf Punkte betont sie, dass „die Stadtverwaltung kein kleines Unternehmen der Privatwirtschaft“ sei. Viele der Kommentatoren sehen darin einen persönlichen Angriff auf Mitbewerber Thomas Engwicht (parteilos), mit dem Taubenek am Sonntag in der Stichwahl um das Forster Bürgermeisteramt steht.

Simone Taubenek erklärt auf Nachfrage, es liege ihr fern, Thomas Engwicht persönlich anzugreifen. Sie habe lediglich ihr noch einmal wichtige Punkte angesprochen. Dass die Weiterführung von Engwichts Gartenbau-Unternehmen, würde er Bürgermeister, unklar sei, sei bekannt, sagte sie. Auch sei es ihr wichtig gewesen, auf ihre fachliche Qualifikation im Sinne von Verwaltungserfahrung hinzuweisen. Hier sei in den vergangenen Jahren bereits viel schiefgegangen, so Taubenek, mit Blick auf den ehemaligen Bürgermeister Philipp Wesemann (SPD). Zudem sei sie gerade in der Facebook-Gruppe „Unser Forschte“, deren Administrator Stadtverordneter und gescheiterter Bewerber um das Bürgermeisteramt Norman Nowka (parteilos) ist, immer wieder attackiert worden, so Taubenek. Darauf sei sie jedoch nie eingegangen. Ihren Flyer halte sie nicht für unfair und verweist auf einige zustimmende Kommentare. „Ich habe es mir sehr wohl überlegt. Und letztlich entscheidet der Bürger am Sonntag“, so Taubenek.

Thomas Engwicht bestätigte, den Flyer und die Diskussion darum gelesen zu haben. Eine Widerrede gebe es von ihm jedoch nicht. „Ich habe keinen Wahlkampf betrieben, sondern Wahlwerbung für mich und meine eigenen Themen gemacht“, sagt er. Natürlich habe er im Verlauf des Wahlkampfs seine Meinung zu den Themen der anderen Kandidaten genannt, so Engwicht, dem eine Nähe zu konservativen Kreisen nachgesagt wird. Gegenüber der RUNDSCHAU hatte er betont, bei allen Parteien Aspekte zu finden, die ihm zusagen und andere nicht.

Ins Rollen brachte die Diskussion „Ted Alridge“. Unter diesem Pseudonym schreibt Frank Meyer. Der Döberner ist AfD-Mitglied und Teil der Kreistagsfraktion Freie Bürger. Seit zehn Tagen ist er Mitglied dieser Facebook-Gruppe.

Thomas Engwicht, parteiloser Bürgermeisterkandidat
Thomas Engwicht, parteiloser Bürgermeisterkandidat
Simone Taubenek, parteilose Bürgermeisterkandidatin
Simone Taubenek, parteilose Bürgermeisterkandidatin