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| 15:02 Uhr

Die Zukunft nach der Braunkohle
Forster Visionen vom Wassersportparadies

 Ein Windsurfer zeigt in einem Pool seine Tricks. Diese Aufnahme stammt von der Wassersport-Messe „boot Düsseldorf 2019“. Ähnliche Bilder wünscht sich die Forster Bürgermeisterin für die Region.
Ein Windsurfer zeigt in einem Pool seine Tricks. Diese Aufnahme stammt von der Wassersport-Messe „boot Düsseldorf 2019“. Ähnliche Bilder wünscht sich die Forster Bürgermeisterin für die Region. FOTO: dpa / Federico Gambarini
Forst. Wo steht die Region nach dem Kohleausstieg? Welche Ideen gibt es, um neue Arbeitsplätze zu schaffen? Wie gelingt es, die Region attraktiver zu gestalten? Die Forster Bürgermeisterin Simone Taubenek fordert im Rahmen des Strukturwandels ein Großprojekt mit Alleinstellungsmerkmal.

Erst vor ein paar Tagen wurde in Forst ein wichtiges Straßenbauvorhaben auf Eis gelegt. Zu teuer. Das Ausschreibungsergebnis lag 300 000 Euro über dem Budget. Das kann sich die mit 40 Millionen Euro verschuldete Kommune nicht leisten.

Trotzdem hat Bürgermeisterin Simone Taubenek (parteilos) jetzt gegenüber der RUNDSCHAU ihre jüngst während einer öffentlichen Veranstaltung geäußerte Idee von Europas größtem Wassersport-Indoorparadies erneuert.

Ein Areal dafür gibt es zwar noch nicht, auch keinen Investor oder einen konkreten Plan. Doch darum gehe es im Moment auch nicht, sagt die Verwaltungschefin. „Wir müssen Vorhaben entwickeln, mit denen wir uns von anderen abheben“, ergänzt sie. „Dafür brauche ich eben Leuchttürme.“

Die sind freilich derzeit nicht in Sicht. Im Abschlussbericht der Kohle-Kommission ist Forst zwar nach Aussage der Rathauschefin 18 Mal erwähnt. Doch darunter sind einige Verkehrsprojekte, von denen Forst lediglich tangiert wird, wenn es zum Beispiel um eine bessere Bahninfrastruktur geht. Doch den Bevölkerungsrückgang, so sagen Kommunalpolitiker, stoppt man damit kaum.

„Wir müssen um etwas kämpfen, das es so noch nicht gibt. Dabei helfen uns keine 0815-Sachen“, ist die Bürgermeisterin überzeugt.

Das Zentrum für Indoor- und Wassersportarten ist deshalb von der Stadt Forst als ein Projektvorschlag für die Lausitzrunde genannt worden. Das länderübergreifende Kommunalbündnis hat sich zum Ziel gesetzt, im Strukturwandel für die Region die Arbeits- und Lebensbedingungen für die Menschen zu sichern.

Außerdem finden sich auf der Liste der Forster Projekte zum Beispiel die Weiterentwicklung des Logistik- und Industriezentrums Forst, die Sanierung und Nachnutzung des Bahnhofs, die Weiterentwicklung des Klinger Sees oder ein Kulturplan zur Weiterentwicklung des Rosengartens. Diese und weitere Vorschläge seien in die Arbeitsgruppe Infrastruktur/Mobilität der Lausitzrunde eingebracht worden. Bestätigt, so die Bürgermeisterin, sei davon allerdings noch nichts.