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Angebot für Bedürftige
Forster Tafel in neuen Räumen eingeweiht

Die Tafel-Mitarbeiter mit Leiterin Sylvia Schneider (l.) in den neuen Räumen in der Cottbuser Straße.
Die Tafel-Mitarbeiter mit Leiterin Sylvia Schneider (l.) in den neuen Räumen in der Cottbuser Straße. FOTO: Steffi Ludwig / LR
Forst. Die Ausgabestelle für Bedürftige ist nun in der Cottbuser Straße zu finden – ebenerdig und mit besserer Ausstattung.

Die Suche nach neuen Räumen für die Forster Tafel hatte rund drei Jahre gedauert – aber am Mittwoch konnten sie feierlich eingeweiht werden. In der Cottbuser Straße 41F, wo bis 2015 ein Bildungsträger untergebracht war, ist nun die Forster Ausgabestelle für benachteiligte Menschen untergebracht. Ab Donnerstag ist sie für die Kunden geöffnet.

Hier gibt es nun einen großen Tresen mit angeschlossenem Empfangsbereich sowie einen Aufenthaltsraum und Lagerraum, alles neu gestaltet. „Wir sind glücklich und stolz, was wir hier in drei Monaten geschaffen haben“, sagte Sylvia Schneider, die Leiterin der Forster Tafel, sichtlich gerührt. Die Tafelmitarbeiter hatten selbst mit Hand angelegt, dass alles fertig wurde.

Insgesamt gibt es nun 20 Quadratmeter mehr Platz, und zudem ist alles ebenerdig – auch die Belieferung von der Rückseite. Denn der Umzug war notwendig geworden, da die bisherigen Räume mit der steilen Treppe im Turnhallengebäude in der Bahnhofstraße beschwerlich für die Kunden, aber auch die Mitarbeiter mit ihren Kisten waren.

Bisher durch die lange Krankheit des ehemaligen Bürgermeisters Philipp Wesemann (SPD) und ungeeignete Objekte verzögert, war durch die erneute Zusammenarbeit von Landrat Harald Altekrüger (CDU), dem stellvertretenden Forster Bürgermeister Jens Handreck und der Forster Wohnungsbaugesellschaft FWG doch noch ein geeignetes Domizil gefunden worden. Auch die Sparkasse Spree-Neiße und weitere Einrichtungen unterstützten den Umzug.

Altekrüger führte an, dass rund 1500 Menschen rund um Forst auf die Tafel angewiesen seien, darunter auch 56 Rentner. Im Kreistag werde gerade entschieden, den Tafeln und Möbelbörsen mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Jens Rode vom Arbeitslosenverband Brandenburg, dem Träger der Forster Tafel, freute sich, dass durch die neuen größeren Räume nun auch mehr Platz für Gespräche und Begegnung sei. „Unser Ziel als Gesellschaft sollte jedoch sein, dass das Objekt irgendwann abgegeben werden könnte, weil keine Tafeln mehr benötigt werden“, so Jens Rode.

(slu)