Am Freitag haben die Stadtverordneten einem entsprechenden Planungsverfahren zugestimmt. Doch die meisten taten sich schwer dabei.

Der CDU/DSU-Fraktionschef Bernd Lehmann ist sicher: "Der Standort ist falsch." Doch die Stadtverordneten hätten nur "die Wahl zwischen Pest und Cholera". Denn verhindern könnte den Park kaum jemand.

Immerhin herrscht Einigkeit, dass mit dem kommunalen Planungsverfahren maximaler Spielraum der Einflussnahme bleibt. "Doch welchen Spielraum haben wir letztlich?", fragt SPD-Fraktionschefin Anett Müller, die von der Verwaltung fordert, dass das Stadtparlament beim weiteren Verfahren in allen Phasen informiert und beteiligt wird.

Linke-Chef Ingo Paeschke verweist in der Diskussion indes darauf, "dass letztlich alle auch in Zukunft bezahlbaren Strom haben wollen". Deshalb dürfe man sich nicht allen Entwicklungen entgegenstellen. Schließlich hätten einige Leute auch einen konkreten Nutzen von der Windkraft, etwa durch Verpachtungen, so Paeschke.

Angelika Geisler vom Fachbereich Stadtentwicklung beruhigt indes: So gebe es bereits Gespräche mit dem Investor über konkrete Planungen. So werde um den Standort von acht Anlagen diskutiert. Der Stand der Verhandlungen soll regelmäßig in den Ausschüssen bekannt gegeben werden. Geisler: "Die Stadtverordneten werden Mitspracherecht haben." Unabhängige Büros sollen zudem Gutachten erstellen.