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Forster spielt um eine Million Euro

Der Forster Fred Pamin – hier mit Haus- und Hofhund Teddy – spielt am Samstag auf Mallorca um eine Million Euro.
Der Forster Fred Pamin – hier mit Haus- und Hofhund Teddy – spielt am Samstag auf Mallorca um eine Million Euro. FOTO: kkz
Forst. Den Brief mit der Einladung zum SKL-Millionen-Event hat Fred Pamin zuerst zur Seite gelegt. "Ich hielt das Schreiben für einen Fake", sagt der 56-jährige Forster. Katrin Kunipatz

Erst als er später telefonisch gebeten wurde, doch die Unterlagen einzureichen, reagierte er.

Tatsächlich klingt es unglaublich: Als einer von 20 zufällig ausgewählten Spielern bei der Klassenlotterie darf Fred Pamin an diesem Freitag nach Mallorca fliegen. Und dort hat er am Samstag die Möglichkeit, nach vier Spielrunden den Gewinn von einer Million Euro nach Hause zu tragen.

Nun rückt die Abreise näher. "Es geht los", sagt Fred Pamin. "Ich werde ein klein wenig euphorisch. Es ist schon etwas Einmaliges, diese Chance zu haben." Was ihn beim Millionen-Event genau erwartet, kann Fred Pamin im Moment nur ahnen. Er weiß bisher von Moderator Eric Schroth und den beiden Glückspaten: "Let's Dance"-Jurorin Motsi Mabuse und Regisseur Gedeon Burkhard. Außerdem wird in der Einladung eine Kleiderordnung vorgegeben. Neben normaler Alltagskleidung braucht er für die Zeit auf dem Golfplatz ein Oberteil mit Kragen und für die Gala am Abend einen Anzug. Am Sonntagnachmittag wird er wieder in Berlin-Tegel landen.

Verraten darf er dann noch keinem, ob er der Sieger ist. "Uns wurde eine vierwöchige Schweigefrist auferlegt", sagt Fred Pamin. Sollte ihm das Glück hold sein, würde der Forster von dem Geld den beiden Töchtern etwas abgeben, Schwager und Schwester bedenken und etwas für die Altersvorsorge zurücklegen. "Auch am Haus könnte nach 20 Jahren das Eine oder Andere renoviert werden", sagt er. "Und vielleicht springt ja auch eine Poolüberdachung raus."

Bis aufs Kofferpacken kann er im Moment wenig zur Vorbereitung tun. "Man ist allein auf die Glückspaten angewiesen", erklärt der selbstständige Bauhandwerker. Deshalb will er die zwei Tage auf Mallorca genießen, denn trotz vieler Urlaubsreisen - die jüngste führte nach Ägypten - war er selbst noch nie auf Mallorca. Als nämlich vor neun Jahren die Familie auf die Baleareninsel fliegen wollte, brach sich Fred Pamin wenige Tage zuvor die Hand. Mit dem komplizierten offenen Bruch blieb er eine Woche im Krankenhaus. Und weil die Familie dieses eine Mal auf die Reise-rücktrittsversicherung verzichtet hatte, erkundeten seine Frau und die beiden Töchter allein die Insel. "Aber jetzt schließt sich der Kreis", sagt Fred Pamin.

Begleitet wird er auf der Reise nur von den guten Wünschen seiner Familie und vieler Freunde. In den vergangenen Tagen sei er von vielen angesprochen worden, die meinen, dass er gewinnen könne. "Ich selbst traue eher meiner jüngsten Tochter so viel Glück zu", sagt der Forster. Sie war es, die einmal im Urlaub in Österreich beim Bingo gewann oder vor Jahren auf einem Lottoschein fünf Richtige ankreuzte. Fred Pamin gewann bisher nur Konzertkarten für die Beach Boys. Und bei der Klassenlotterie blieb es meist bei kleinen Summen, die eigentlich nur den Einsatz aufwiegen. Trotzdem schätzt er sich als einen vom Glück bedachten Menschen ein. "In meinem Leben überwiegen die guten Sachen, aber man muss dafür etwas tun", sagt er.

Nicht einmal einen echten Glücksbringer hat Fred Pamin. "Aber vielleicht gibt mir meine Frau noch einen mit", sagt er schmunzelnd. Auf jeden Fall begleitet ihn eine australische 20-Cent-Münze. Gefunden hat er sie im Jahr des Reformationsjubiläums auf der Wartburg in Eisenach. Seitdem steckt sie in seinem Portemonnaie.

Für das Millionen-Event hat er sich vorgenommen, einfach nur er selbst zu sein. Schön wäre es, zu den letzten fünf Kandidaten zu gehören, meint er, denn die erhalten 10 000 Euro.

Ob es geklappt hat, kann man ab dem 16. Oktober im Internet sehen:

www.skl.de